„Romantische Beziehung“ zu Spionin
Geheimdienstskandal: Milliarden-CEO wohl in China-Liebesfalle
07.11.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Geheimdienste sind überzeugt: Jensen Huang unterhielt eine intime Beziehung zu einer Frau, die für Chinas wichtigsten Auslandsgeheimdienst spioniert haben soll.
Nvidia-Chef Jensen Huang steht im Zentrum eines Geheimdienstskandals. Wie die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, haben US-Behörden ein Memo verfasst, dem zufolge Huang eine „romantische Beziehung“ zu Alice Huang – mit ihm nicht verwandt – unterhalten haben soll. Die Frau ist Führungskraft bei Megaspeed, einem in Singapur ansässigen Nvidia-Kunden.
Die US-Geheimdienste gehen demnach davon aus, dass Alice Huang vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit angeworben wurde, um Informationen über Nvidia zu beschaffen und über den Firmenchef Einfluss auf die US-Regierung auszuüben. Laut „New York Times“ wird sie bereits seit mindestens einem Jahr elektronisch überwacht.
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Memo kurz vor Trump-Reise nach Peking
Das Dokument wurde laut „Financial Times“ einem kleinen Kreis hochrangiger Regierungsbeamter zugeleitet – kurz bevor Präsident Donald Trump zum Gipfel mit Xi Jinping nach Peking reiste. Das Weiße Haus und die CIA lehnten eine Stellungnahme ab. Fotos und Videos, die Huang und die Managerin gemeinsam zeigen, kursieren in sozialen Netzwerken.
Nvidia wollte sich weder zum Memo noch zu den Vorwürfen einer intimen Beziehung äußern. Das Unternehmen erklärte lediglich, sein CEO treffe jedes Jahr „Tausende Führungskräfte von Kundenunternehmen“. Alice Huang war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Chip-Schmuggel und Lobbyismus
Megaspeed steht zudem unter dem Verdacht, hochentwickelte Nvidia-Chips unter Verstoß gegen US-Exportkontrollen nach China geschmuggelt zu haben. Eine interne Untersuchung Nvidias ergab keinen Beleg für Fehlverhalten. Huang soll Trump außerdem persönlich um Genehmigung des Exports von H200-Chips an chinesische Kunden gebeten haben – ein Vorgehen, über das US-Sicherheitskreise intern ihren Unmut geäußert haben sollen.
Drei republikanische Abgeordnete haben Huang für den 18. November zu einer nicht öffentlichen Anhörung vor den Ausschüssen für China, Auswärtige Angelegenheiten und Geheimdienste vorgeladen. Sie wollen klären, ob Huang Ziel einer chinesischen Spionageoperation war – und welche Sicherheitsprotokolle Nvidia zum Schutz sensibler Informationen unterhält. Das Unternehmen stieg in den vergangenen Jahren zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Im Oktober 2025 erreichte Nvidia als erstes Unternehmen einen Börsenwert von fünf Billionen US-Dollar.













