Drei Tore in der Nachspielzeit
Spektakel in Nürnberg: Klose-Team belohnt sich nicht für Aufholjagd
Aktualisiert am 10.10.2026 – 22:48 UhrLesedauer: 2 Min.
45 Minuten ist Nürnberg gegen Wolfsburg klar unterlegen. Dann drehen die Franken auf. Die Nachspielzeit hat es in sich.
Der 1. FC Nürnberg hat sich beim 4:4 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg nicht für eine fulminante Aufholjagd belohnen können. Und das, obwohl die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose in der 96. Minute durch Ionanis Masouras noch in Führung gegangen war. Doch Wolfsburgs Alessio Besio erzielte mit seinem zweiten Tor in der neunten Minuten der Nachspielzeit den umjubelten Ausgleich.
Zuvor war der Bundesliga-Absteiger durch Hauke Wahl (12. Minute) und Muhammed Damar (29.) in Führung. Deutlich überlegene Niedersachen vergaben im Anschluss beste Torchancen, die Führung weiter auszubauen.
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Nürnberg kam jedoch wie verwandelt aus der Halbzeitpause und durch einen Doppelpack von Piet Scobel (52./59.) schnell zum Ausgleich. Der italienische Nationalspieler Mohamed Ali Zoma (63.) brachte die Franken zwischenzeitlich in Führung. Alessio Besio erzielte in der 92. Minuten seinen ersten Treffer und legte kurze Zeit später nach.
„Es war eine brutale Energie in der zweiten Halbzeit. Für die Zuschauer ein fantastisches Spiel, für unsere Nerven auf Trainerseite nicht so“, sagte Trainer Klose im Anschluss bei Sky. Doppelpacker Scobel nannte das Spiel „eine Achterbahn der Emotionen“.
So lief das Spiel
Wolfsburg zeigte eine überragende erste Halbzeit und hätte noch deutlich höher als mit 2:0 führen können. Kapitän Wahl traf früh per Abstauber im Anschluss an einen Eckball. Damar zirkelte den Ball aus der Distanz in den Winkel. So eine Treffsicherheit ging Yannick Gerhardt ab, der gleich zweimal völlig freistehend vor dem Tor scheiterte.
Dies wurde den Gästen zunächst zum Verhängnis: Scobel verkürzte per wuchtigem Schuss und belebte den „Club“. Der Stürmer legte kurz darauf nach. Das Stadion tobte. Und erneut dauerte es nur wenige Minuten, bis Zoma den dritten Treffer markierte. Später hätte der „Club“ alles klarmachen können, doch das misslang.
Wolfsburg konnte kaum noch Offensivaktionen zeigen, doch dann Beginn die wilde Schlussphase mit einer vermeintlichen Elfmeterentscheidung (85.) Schiedsrichter Lars Erbst pfiff Elfmeter für Wolfsburg, doch nach Videobeweis nahm er die Entscheidung zurück, weil der Ball zuvor im Seitenaus gewesen war (88.).
