DFB-Profi erlebte Schicksalsschlag
„Ihn zu verlieren war das Schlimmste, was mir passiert ist“
08.10.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Lisa Baum gehört zu den großen Hoffnungsträgerinnen im deutschen Fußball. Dabei musste sie früh einen schweren Verlust hinnehmen.
Als der DFB am 29. September das Aufgebot für die anstehenden Länderspiele der Frauen-Nationalmannschaft verkündete, fand sich Lisa Baum erstmals in der 24-köpfigen Liste wieder. Eine große Überraschung aber war das nicht, das große Talent der 19-jährigen Offensivspielerin ist in der Welt des Frauenfußballs längst bekannt.
Im Sommer 2026 machte der FC Arsenal Baum zur teuersten deutschen Spielerin der Geschichte. Der Traditionsklub aus London überwies Berichten zufolge 600.000 Euro an RB Leipzig, wohin das Toptalent erst ein Jahr zuvor von ihrem Jugendverein HSV gewechselt war.
- Entscheidung gefallen: DFB-Frauen auch nach der WM bei ARD und ZDF zu sehen
- Ex-Fußballprofi und heutiger Coach: Das ist der Bruder von DFB-Star Jule Brand
Eine Konstante, die Baum über all ihre Stationen hinweg begleitet, ist die Erinnerung an ihren Bruder Dennis. 2022 ist er mit nur 17 Jahren bei einem Autounfall gestorben. „Er war mein Alles. Ihn zu verlieren war das Schlimmste, was mir passiert ist“, sagte Baum, zum Zeitpunkt des Schicksalsschlags selbst erst 15 Jahre alt, im Gespräch mit „Welt“. Besonders Feiertage seien „schwer für uns, denn er ist noch sehr präsent bei uns“.
Baum widmete ihr Debüttor ihrem Bruder
Das zeigt sich im Alltag der Fußballerin in vielerlei Hinsicht: „Ich habe ihn auf dem Handy als Hintergrundbild, damit ich mich jeden Tag an ihn erinnere – manchmal mit einem Lächeln, manchmal mit Trauer. Während der Spiele trage ich ein Tape mit seinem Namen und einem Spruch. Und auf meinen Schuhen stehen seine Initialen. So ist er immer bei mir.“
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Das war schon vorher in Hamburg so, wo die in Tansania geborene Offensivspielerin ihre Karriere begann. In ihrer HSV-WG hingen zwei Bilder an der Wand, die sie gemeinsam mit ihrem Bruder zeigen. Eine innige Umarmung vor dem Weihnachtsbaum und ein Foto aus Kindertagen. „Mein absolutes Lieblingsbild“, sagte sie mit Blick auf das zweite Foto dem NDR. „Ich finde es einfach schön und mag es, es abends anzusehen.“
Nachdem Baum bei ihrem Debüt für Arsenal den Siegtreffer erzielt hatte, gedachte sie ihrem Bruder öffentlich mit ein paar Worten. „Dieses Tor ist für dich, Dennis“, schrieb sie auf Instagram. Schon anderthalb Jahre zuvor sagte sie: „Ich weiß, dass er stolz auf mich wäre, wenn er das sehen könnte.“















