Ein Todesopfer
Behörden riegeln deutschen Nationalpark ab
01.08.2026 – 09:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Schwere Unwetter verwüsten Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz – ein Mensch stirbt. Das beliebte Ausflugsgebiet ist gesperrt.
Nach schweren Unwettern, bei denen ein Mensch von einem Baum erschlagen worden war, haben die Behörden den Nationalpark Sächsische Schweiz gesperrt. Die Sperrung betrifft die Gebiete zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Es bestehe akute Lebensgefahr durch Sturmschäden.
Ein schweres Unwetter war am Freitagabend über die Region hinweggezogen und hatte Teile des Ausflugsgebiets verwüstet. Besonders schwer traf es die Gegend um den kleinen Ort Rathen mit 300 Einwohnern, der mit seiner Felsenbühne bei Touristen und Einheimischen beliebt ist. Ein umstürzender Baum begrub einen 38-Jährigen unter sich, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Darüber hinaus wurden drei Personen schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle dem MDR sagte. 40 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Am Samstagmorgen soll der Einsatz fortgesetzt werden.
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Lage an Felsenbühne Rathen „katastrophal“
Die kaufmännische Geschäftsführerin der Felsenbühne, Artemis Willms, sagte dem MDR: „Für uns ist das schwer in Worte zu fassen. Der Spielbetrieb am Wochenende ist abgesagt.“ Auch sie wies auf das nun geltende Betretungsverbot hin. Der Spielstättenleiter Johannes Gärtner sagte der „Sächsischen Zeitung“, die Lage sei „katastrophal“. Man habe noch keinen Überblick über das genaue Ausmaß der Schäden. Ein Reporter der Zeitung sprach vor Ort von einer „Schneise der Verwüstung“. Augenzeugen zufolge stürzten Hunderte Bäume um.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor vor unwetterartigen Gewittern mit Starkregen und heftigen Böen gewarnt. Auch in anderen Teilen Deutschlands entluden sich Unwetter mit voller Wucht. In Oberbayern bei Bad Reichenhall schlug laut Polizei am Abend ein Blitz am Berg Hochstaufen ein und entfachte dort ein Feuer. In Stuttgart stürzten zahlreiche Bäume auf Autos, Stromleitungen und Straßen, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete.
Am Samstag hält die Gefahr von unwetterartigen Gewittern laut DWD-Prognosen weiter an. Nachdem am Morgen bereits Gewitter mit Starkregen über Teile Thüringens, Sachsens, Sachsen-Anhalts, Brandenburgs und Berlins hinweggezogen sind, sollen sich ab dem Nachmittag über Bayern und Baden-Württemberg neue Gewitterzellen entladen, insbesondere südlich der Donau. Der DWD rechnet mit Starkregenmengen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter und punktuellen stürmischen Böen. Auch Hagel sei nicht auszuschließen.
