Nach Boykott-Drohung der Uefa
Nächster Verband rebelliert gegen Infantino – Fifa reagiert
Aktualisiert am 31.07.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Uefa stellt sich nun auch Concacaf geschlossen gegen Infantinos Milliarden-Deal. Damit droht dem Fifa-Präsidenten eine Mehrheit zu entgleiten – und das kurz vor einem entscheidenden Stichtag.
Der nordamerikanisch-karibische Fußballverband Concacaf hat sich nach der Uefa geschlossen gegen die Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino gestellt. Das teilte der Verband nach einer gemeinsamen Sitzung mit. Damit positionieren sich auch die drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada gegen den Plan.
Die Fifa will durch den Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte – etwa an der WM – eine Milliardensumme einspielen. Den 211 Mitgliederverbänden stellte Infantino Einnahmen in vierfacher Höhe in Aussicht. Berichten zufolge soll der Weltverband eine Frist bis zum 19. September gesetzt und bei Zustimmung eine Sonderzahlung versprochen haben.
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Der Concacaf kritisierte das fehlende ordnungsgemäße Verfahren, die verkürzte Frist und das Fehlen jeglicher Prüfung durch die zuständigen Fifa-Gremien. Einen Boykott drohte der Verband allerdings nicht an.
Für Fifa-Boss wird es schwierig, Mehrheit zu erhalten
Die Uefa hatte einige Stunden zuvor angekündigt, alle Fifa-Spiele einstimmig zu boykottieren, sollte der Weltverband an seinem Plan festhalten. „Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet“, hieß es von der Uefa.

Mit den 55 europäischen und 41 nordamerikanisch-karibischen Stimmen gegen ihn dürfte es für Infantino schwierig werden, überhaupt eine Mehrheit zu erreichen.
Am frühen Freitagmorgen verschickte der Fußball-Weltverband dann eine Erklärung, in dem er sich zu den aktuellen Reaktionen seiner Mitgliedsverbände äußert. Darin versucht die Kommunikationsabteilung der Fifa zu beschwichtigen. „Niemand will den Fußball verkaufen. Das würde die Fifa niemals in Betracht ziehen“, heißt es in dem Schreiben.
Infantino macht Mitgliedern den Plan nochmal schmackhaft
Man sei außerdem zu einem „offenen und demokratischen Entscheidungsprozess“ bereit. Alle 211 Mitgliedsverbände in diesen Prozess einzubeziehen, sei ohnehin von Anfang die Absicht gewesen. Allerdings sei das Vorhaben durch eine „inkorrekte Berichterstattung in den Medien“ torpediert worden.














