Nach Bußgeld-Urteil
Influencerin meldet Insolvenz an
Aktualisiert am 31.07.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Hanadi Diab wurde zu einer Bußgeldstrafe in Höhe von 36.000 Euro verurteilt. Jetzt ist die Influencerin aus Stuttgart insolvent.
Die Beauty-, Mode- und Lifestyle-Influencerin Hanadi Diab hat Insolvenz angemeldet. Am 3. Juli wurde ein Regelinsolvenzverfahren eröffnet. Das teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Stuttgart mit. Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass wegen wiederholt fehlender Werbekennzeichnungen ein Bußgeld in Höhe von 36.000 Euro gegen die 39-Jährige verhängt wurde. Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten über das Insolvenzverfahren berichtet. Diabs Management wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dazu nicht äußern.
Hanadi Diab erreicht mehr als 760.000 Menschen auf Instagram und knapp 139.000 auf TikTok. Trotz der Insolvenz kann sie ihre Tätigkeit als Influencerin fortsetzen. Der Geschäftsbetrieb sei aus der Insolvenzmasse freigegeben, sagte Insolvenzverwalter Johannes Hauser. Weitere Angaben zum Verfahren machte er nicht.
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Rekord-Bußgeld
Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) gegen Diab ein inzwischen rechtskräftiges Bußgeld verhängt hatte. Die Behörde setzte eine Geldbuße von 36.000 Euro fest. Zusammen mit Gebühren und Auslagen muss Diab insgesamt 37.803,50 Euro zahlen. Es sei das höchste Bußgeld, das in Baden-Württemberg bislang gegen eine Influencerin oder einen Influencer verhängt wurde, hatte ein LFK-Sprecher erklärt.
„Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist“
Nach Angaben der Landesanstalt hatte Diab zwischen Mai und Juli 2025 mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys nicht oder nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet. Dafür habe sie Geld und Sachleistungen erhalten. Teilweise seien Beiträge gar nicht als Werbung gekennzeichnet gewesen, teilweise sei der Werbehinweis für Nutzer nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen.
Im April hatte Diab die Vorwürfe in einem Video auf TikTok zurückgewiesen. Sie sei schockiert und kennzeichne jede Kooperation, erklärte sie. Die LFK bemängele unter anderem, dass Werbehinweise wegen ihrer Schriftart und -farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. „Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist“, sagte die Influencerin damals.














