Nach der Sonnenfinsternis
Dutzende suchen Augenkliniken auf
Aktualisiert am 13.08.2026 – 16:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Sonnenfinsternis haben sich Dutzende Menschen mit Beschwerden an Augenkliniken gewandt. Schäden sind nicht immer direkt ersichtlich, doch Verletzungen der Netzhaut können tückisch sein.
Möglicherweise haben einige Sonnengucker die Warnhinweise nicht ernst genug genommen und mit bloßem Auge oder ungeeigneten „Schutzvorrichtungen“ in die Sonne geschaut. Zumindest sind deutschlandweit zum Zeitpunkt der Sonnenfinsternis und auch danach die Suchanfragen zu Symptomen rund um Augenschmerzen gestiegen. Und auch in einigen Kliniken meldeten sich verunsicherte Patienten.
Im Video | So erlebt Europa die Sonnenfinsternis
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Kliniken melden zahlreiche Patienten
So haben Dutzende Menschen nach der Sonnenfinsternis am Mittwochabend wegen Beschwerden medizinische Hilfe gesucht. Insgesamt meldeten sich in Kliniken in Mannheim, Stuttgart und Freiburg knapp 50 Betroffene. Sie klagten unter anderem über Augen- und Kopfschmerzen oder Schwindel, brennende Augen oder Flecken beim Sehen. Bei vielen von ihnen konnten die Ärzte keinen Schaden feststellen. Robert Patrick Finger, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mannheim, erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass man zumindest bei den Fällen in Mannheim davon ausgehe, dass die Beschwerden bei allen spurlos verschwinden werden.
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Auch die Berliner Charité behandelte in der Nacht nach der Sonnenfinsternis zehn Menschen mit Beschwerden, teilt sie auf Anfrage von t-online mit. Die Klinik rechne zudem damit, dass in den kommenden Tagen weitere Patienten Hilfe suchen könnten. Auch die Uniklinik Würzburg meldete bislang zwei Patienten sowie mehrere telefonische Anfragen. Sie weist zudem auf ein besonderes Problem hin: Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren. Schäden können deshalb zunächst unbemerkt bleiben, denn sie tun nicht weh. Verschwommenes Sehen, ein dunkler Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes oder verzerrtes Sehen könnten dann erst Stunden später auftreten.
Gefährlicher Blick in die Sonne – wann zum Arzt?
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte vor der Sonnenfinsternis auf die Gefahren hingewiesen. Denn das intensive Sonnenlicht könne die Netzhaut bereits innerhalb kürzester Zeit dauerhaft schädigen. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer solaren Retinopathie oder Eclipse-Retinopathie.
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