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Industrie in der Krise

Autozulieferer droht Insolvenz – Streit über Proteste


Aktualisiert am 09.09.2025 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Automobilproduktion: Der Zulieferer Musashi will zwei seiner Werke in Deutschland schließen. (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Die Insolvenzstreitigkeit des japanischen Autozulieferers Musashi geht in die nächste Runde: Die Gewerkschaft will protestieren – das Unternehmen wehrt sich.

Während bei der Automobilmesse IAA in München alle Zeichen auf Fortschritt stehen, bangen Mitarbeiter in deutschen Werken um ihre Jobs. Der japanische Autozulieferer Musashi hat bereits im Sommer angekündigt, hierzulande zwei der sechs Standorte schließen zu wollen.

Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet

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Quelle: t-online

Genauer sind das die Werke im niedersächsischen Hannoversch Münden und im thüringischen Leinefelde. Auch ein Werk im niedersächsischen Lüchow sei von Kürzungen betroffen. Das Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche“ hatte zuvor darüber berichtet. Hunderte Mitarbeiter seien demnach betroffen, die in den Werken bisher Metallteile für Antriebs- und Fahrwerksysteme produzieren.

Dagegen rebelliert die Gewerkschaft IG Metall. In einem sogenannten Transformations-, Zukunfts- und Sozialtarifvertrag hatte sich Musashi bereits 2022 dazu verpflichtet, alle sechs Werke in Deutschland mindestens bis 2030 weiterzubetreiben.

Jetzt wollen Arbeitnehmer dagegen demonstrieren, dass Mitarbeiter – so heißt es in dem Bericht der „Wirtschaftswoche“ – „von heute auf morgen“ und „ohne Abfindung“ ihre Jobs verlieren würden. Wie der NDR bereits im Juli unter Berufung auf den Betriebsrat berichtete, begründet Musashi die Kündigungen mit Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe.

Konkret habe die IG Metall mehreren Medienberichten zufolge zu einer Solidaritätsdemonstration aufgerufen, die am 10. September stattfinden soll. Eine offizielle Ankündigung der Gewerkschaft ist nicht zu finden.

Ob der Protest stattfindet, bleibt abzuwarten. Musashi kritisiert die Pläne in jedem Fall scharf. Der Autozulieferer beruft sich dabei auf eine geltende Friedenspflicht, derzufolge die Gewerkschaft auf Arbeitskampfmaßnahmen verzichtet, solange der Tarifvertrag gültig ist. Das sei aktuell der Fall.

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