Mogelpackung?
Preis von M&M’s hat sich mehr als verdoppelt
20.08.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 2 Min.

M&M’s gehören zu den weltweit bekanntesten Süßigkeiten – und zu den teuersten. Wie sich der Preis innerhalb von 20 Jahren verändert hat – und die Packungsgröße.
M&M’s wurde bereits zweimal von den Hamburger Verbraucherschützern zur Mogelpackung des Monats gewählt. Doch auch abgesehen davon fällt der Hersteller Mars immer wieder mit versteckten Preiserhöhungen bei seinem Produkt auf. Ein Rückblick zeigt, wie stark sich die bekannten Schoko(nuss)linsen verteuert haben.
Im Jahr 2006 kostete eine 320-Gramm-Packung M&M’s laut Verbraucherzentrale Hamburg 1,99 Euro. Aktuell liegt der Preis für 330 Gramm „Family Pack“ bei 4,99 Euro. Das ist ein Preisanstieg von 143,2 Prozent innerhalb von 20 Jahren. „Die allgemeine Inflation in diesem Zeitraum lag bei knapp 50 Prozent, erklärt Armin Valet gegenüber t-online.
Zum besseren Vergleich: 250 Gramm Deutsche Markenbutter kosteten damals 0,93 Euro (aktuell 1,05 Euro, +12,9 Prozent), 500 Gramm Weizentoastbrot 0,50 Euro (aktuell 0,89 Euro, +78 Prozent) und eine Packung Eier aus Bodenhaltung 1,25 Euro (10 Stück; aktuell 2,49 Euro, +99,2 Prozent). Der Preis für Schokolade stieg im genannten Zeitraum um rund 80 Prozent.
Zwar sind die Preise für nahezu alle Lebensmittel deutlich gestiegen. Doch bei M&M’s ist der Preisanstieg besonders hoch. Zudem wendet Mars einen besonderen Trick an: Der Hersteller reduziert die Füllmenge. So beinhaltete die normale Packung 320 Gramm. Der Inhalt schrumpfte seit 2006 erst auf 300, dann auf 285, 250 und im Jahr 2020 auf 220 Gramm. Der Preis blieb jedoch gleich. Zusätzlich führte Mars 2012 eine neue Packung mit dem Namen „Maxi“ ein. Mit mehr Inhalt und einem höheren Preis. Im Jahr 2024 enthielt die Maxi-Packung noch ganze 400 Gramm.
„M&Ms gehören zu den Stammgästen auf unserer Mogelpackungsliste“, merkt Valet an. Zuletzt vor einem Jahr. „Mars geht es hier nur um Verwirrung der Verbraucherinnen und Verbraucher mit diesen vielen unterschiedlichen Füllmengen“, erklärt der Verbraucherschützer. Preisklarheit sei bei diesen vielen Änderungen kaum noch vorhanden. „Dazu kommen dann noch weitere Begriffe wie ‚Large‘, ‚Maxi‘, ‚XXL‘ etc., so dass niemand mehr durchblickt.“ Valet zufolge ist das ein Ärgernis. „Ziel dieser Tricksereien ist aber immer die Preiserhöhung.“
Mars erklärt Schrumpfkur mit Inflation
Mars begründet die Anpassung gegenüber der Verbraucherzentrale wiederholt mit gestiegenen Kosten. So heißt es etwa in der letzten Stellungnahme des Herstellers gegenüber der Verbraucherzentrale Hamburg: „Auch wir sind vom weltweit spürbaren Inflationsdruck betroffen und müssen weiterhin erhebliche Kostensteigerungen von Rohstoffen (wie Kakao, Milchprodukte, Verpackungen usw.) verkraften. Gleichzeitig investieren wir ständig in unsere Produktentwicklung, nachhaltige Lieferketten und Produktion.“ Aus diesem Grund „musste“ Mars nach eigener Darstellung bei Teilen des M&M’s-Sortiments Anpassungen vornehmen und das Gewicht einer ausgewählten Anzahl der Packungen verändern.
