Oktober 28, 2026 5:27 p.m. CET

„Unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung

Zugkatastrophe in Spanien: Minister nennt Ursache


Aktualisiert am 28.10.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Rettungskräfte am Unglücksort: Ein Minister nannte die wahrscheinliche Ursache des Unfalls. (Quelle: Violeta Santos Moura/reuters)

In Spanien kollidieren zwei Hochgeschwindigkeitszüge – viele Menschen sterben. Der Verkehrsminister äußert sich zum Unfallhergang.

Nach dem Zugunglück in Spanien mit über 60 Toten gibt es eine klare Vermutung zur Ursache der Kollision. Bei einer Pressekonferenz informierte der spanische Verkehrsminister Óscar Puente über den aktuellen Ermittlungsstand. Das Unglück sei auf eine „falsche“ Entscheidung der Bahnleitstelle zurückzuführen, sagte er.

Das Unglück ereignete sich in Urda in der Provinz Toledo, rund 130 Kilometer nördlich von Madrid. Ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo war auf der Strecke stehen geblieben, ein nachfolgender Zug der staatlichen Gesellschaft Renfe fuhr von hinten auf ihn auf.

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Zwei Iryo-Wagen und ein Renfe-Waggon entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinunter. In beiden Zügen waren nach amtlichen Angaben insgesamt rund 540 Passagiere von Madrid nach Andalusien unterwegs.

Im Video | Neue Aufnahmen zeigen Zugunglück in Spanien

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Zugunglück in Spanien: Leitstelle gab falsches Signal

Laut Minister Puente gab es vor der Kollision eine technische Panne. Im Kontroll- und Sicherheitssystem des Streckenabschnitts seien drei Computer ausgefallen – in der Folge hätten die beiden Züge automatisch gehalten. Die Leitstelle habe die beiden Züge deswegen manuell geleitet. Die Leitstelle habe einem der Züge das Signal gegeben, normal weiterzufahren – obwohl der andere Zug noch auf der Strecke stand. Wieso das geschah, sei „unerklärlich“.

Laut dem Minister habe die Leitstelle die Lokführer wiederholt angewiesen, in normaler Geschwindigkeit zu fahren. Einer der Lokführer soll der Anweisung mehrfach widersprochen und erklärt haben, dass er maximal mit 40 Kilometern pro Stunde fahren dürfe. Mit dem betreffenden Mitarbeiter habe man bislang nicht gesprochen, sagte Puente.

Noch ist nicht klar, mit welcher Geschwindigkeit der Zug vor dem Zusammenprall unterwegs war. Wie Puente erklärte, seien aber auch Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde möglich.

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