Schuldenbremse-Streit
CDU-Spitzenkandidat Evers: Merz soll sich für Fehler entschuldigen
04.09.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Stefan Evers bezeichnet den Kurswechsel des Kanzlers zur Schuldenbremse als Fehler. Das Vertrauen habe sehr gelitten – und müsse zwingend wiederhergestellt werden.
Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat Bundeskanzler Friedrich Merz geraten, sich für seinen Kurswechsel zur Schuldenbremse zu entschuldigen. Den Positionswechsel bezeichnete Evers als Fehler. „Menschen machen Fehler. In meinen Augen ist dies einer gewesen. Aber es gibt keine unverzeihlichen Fehler dieser Art, man muss nur dazu stehen“, sagte er im Podcast NTV-Salon.
Als Spitzenkandidat von CDU/CSU hatte Merz eine Lockerung der Schuldenbremse bis zum Tag der Bundestagswahl vehement ausgeschlossen. Danach leitete er mit den Stimmen von SPD und Grünen das Gegenteil ein. Evers nannte das ein grundlegendes Problem: „Es ist ein Problem, ganz objektiv, wenn man vor einer Wahl eine fundamentale Position vertritt, die kurz danach sich ins buchstäbliche Gegenteil verkehrt.“
Das Vertrauen in den Kanzler habe durch diesen Schwenk erheblich gelitten, sagte Evers. „Damit ist manches ins Wanken geraten, das Vertrauen hat sehr gelitten.“ Es brauche ein klares Eingeständnis, dass das nicht hätte passieren dürfen – und danach aktive Arbeit daran, Vertrauen zurückzugewinnen.
