September 23, 2026 1:22 p.m. CEST

Krankenkasse fordert Reform

Preise für Medikamente steigen stark

23.09.2026 – 11:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Medikamente und Gesundheitskarte (Symbolbild): Die Preise für bestimmte Medikamente sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. (Quelle: IMAGO/Lobeca/)

Die Behandlungskosten für Volkskrankheiten sind in zehn Jahren massiv gestiegen. Schuld daran sind vor allem patentgeschützte Arzneimittel.

Die medikamentöse Behandlung von Volkskrankheiten wie Asthma und Herzschwäche sind der Barmer zufolge in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Kostentreiber seien vor allem die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel, teilte die Krankenkasse am Mittwoch in Berlin unter Berufung auf eine Auswertung von Daten ihrer Versicherten mit.

Zwischen 2014 und 2024 stiegen die Gesamtausgaben der Barmer für die Behandlung von Herzinsuffizienz mit Medikamenten demnach um 121 Prozent auf 441 Millionen Euro, bei Asthma bronchiale um 80 Prozent auf 516 Millionen Euro. Vor allem die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz seien in diesem Zeitraum überproportional stark gestiegen.

Zahl der Erkrankten steigt nur leicht

Der Anstieg der Behandlungskosten bei Volkskrankheiten geht der Kasse zufolge damit in erster Linie auf die Arzneimittelpreise zurück und weniger auf einen Zuwachs von Erkrankten. Im Untersuchungszeitraum seien die Zahlen der behandelten Patienten mit Herzschwäche um lediglich 14 Prozent und bei Asthma bronchiale um drei Prozent gestiegen.

Die gesetzlichen Krankenkassen kritisieren seit langem die hohen Ausgaben durch patentgeschützte Arzneimittel. Laut Barmer-Chef Christoph Straub belegt der Report erneut „dringlichen politischen Handlungsbedarf“. Nötig seien eine Weiterentwicklung der Nutzenbewertung neuer Präparate und eine „faire Preisbildung“.

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