TV-Experte sieht anderes Problem
Matthäus widerspricht Schweinsteiger-Einschätzung
30.09.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Lothar Matthäus teilt Bastian Schweinsteigers Urteil über das DFB-Team nicht. Für einen Spieler hat er dabei besonders prominente Unterstützung.
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem 0:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland klar Stellung bezogen. Den Vorwurf von Bastian Schweinsteiger, das DFB-Team sei im Mittelmaß angekommen, weist er zurück – und benennt stattdessen ein anderes Problemfeld.
Der 65-Jährige sagte der „Bild“-Zeitung: „Unsere Nationalmannschaft ist kein Mittelmaß! Wir haben genügend Unterschiedsspieler, die bei Topklubs wie dem FC Bayern, Barcelona oder Arsenal Woche für Woche unter Beweis stellen, dass sie hohe Qualität haben.“ Die Nationalspieler hätten „kein Qualitäts-, sondern ein Mentalitätsproblem!“
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Schweinsteiger hatte das DFB-Team nach der Niederlage am Sonntag in Augsburg in seiner Rolle als ARD-Experte kritisiert: „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht diese Spieler mehr, die den Unterschied ausmachen.“
Bisseck: „Schon jetzt Weltklasse“
Matthäus hielt dem konkrete Namen entgegen. „Ein Kai Havertz spielt nicht umsonst im Sturm beim englischen Meister und Champions-League-Finalisten Arsenal London. Karim Adeyemi zeigt sich beim FC Barcelona in der Form seines Lebens“, sagte der Weltmeister von 1990. Das Duo Jamal Musiala und Florian Wirtz komme gemeinsam auf einen Marktwert von über 200 Millionen Euro. Zudem sagte Matthäus: „Und mit Joshua Kimmich haben wir in der Zentrale einen echten Leader.“ In Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah sehe er ein starkes Duo in der Innenverteidigung.

Besonders hervor hob Matthäus Inter-Mailand-Verteidiger Yann Aurel Bisseck. „Mein alter Kollege Giuseppe Bergomi schwärmte über ihn, er sei schon jetzt Weltklasse.“ Matthäus fügte hinzu: „Wenn mir das so ein Experte sagt, dann glaube ich ihm das.“
In einem Punkt sind sich Schweinsteiger und Matthäus einig: Bundestrainer Jürgen Klopp sei der richtige Mann für den Neuaufbau. Klopp bringe diese Mentalität mit und lebe sie vor, sagte Matthäus: „Wenn es einer kann, sie auf diese Mannschaft zu übertragen, dann er.“















