Alle Silvester-Entwicklungen im Newsblog
Mann schießt von Balkon mit Pyrotechnik auf Kinder
Aktualisiert am 31.12.2025 – 10:39 UhrLesedauer: 6 Min.
An Silvester steht für Polizei und Feuerwehr die einsatzreichste Nacht des Jahres an. Schon vor dem Jahreswechsel gibt es zahlreiche Zwischenfälle. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Bei einem Hausbrand in Niestetal-Heiligenrode in Nordhessen ist ein Schaden von rund einer halben Million Euro entstanden. Das dreistöckige Gebäude, das als Monteurunterkunft dient, geriet am frühen Silvestermorgen gegen 1.00 Uhr in Brand. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, wie die Polizei berichtete. In der Unterkunft würden auswärtige Arbeiter wohnen – als das Feuer ausbrach, seien sie jedoch nicht anwesend gewesen.
Die Brandursache ist noch unklar. Allerdings gibt es Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit Silvesterfeuerwerk. Zeugen haben laut Polizei unmittelbar vor dem Ausbruch des Feuers Böllergeräusche in unmittelbarer Nähe des Hauses wahrgenommen. Gesehen wurde dabei jedoch niemand.
Ein Feuerwerkskörper hat ein Auto im Landkreis Cloppenburg in Brand gesetzt. Der Wagen sei ausgebrannt, teilte die Polizei mit.
Demnach hatten Unbekannte in der Gemeinde Garrel in der Nacht Feuerwerkskörper gezündet – einer von ihnen sei unter dem Auto explodiert. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben. Die Feuerwehr löschte den Wagen.
Ein Mann hat in Hamburg-Wilhelmsburg mit Pyrotechnik von seinem Balkon aus auf Kinder geschossen. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall am Dienstagabend und konnte die Wohnung des Verdächtigen beschreiben, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zuvor hatte die „Hamburger Morgenpost“ über den Vorfall berichtet.
Die Polizei rückte mit einem „angemessenen Kräfteansatz“ an, darunter auch die Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen. Bei der Attacke wurde niemand verletzt. Der Tatverdächtige muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, erklärte der Polizeisprecher.
Feuerwerkskörper haben in Bonn-Tannenbusch einen Balkon im zweiten Stock eines Wohnhauses in Brand gesetzt. Die Bewohnerin brachte sich und ihre beiden Kinder rechtzeitig in Sicherheit, wie die Feuerwehr mitteilte. Zuvor hatte sie selbst versucht, die Flammen zu löschen.
Als das Feuer an Intensität zunahm, habe sie sich und ihre Kinder schließlich in Sicherheit gebracht. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Der Naturschutzbund Brandenburg fordert zum Schutz von Wildtieren ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke oder zumindest ausgewiesene ruhige Zonen. Besonders Einschränkungen rund um Schutzgebiete und Tierbestände seien wünschenswert, erklärte eine Nabu-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Als Alternative zum privaten Feuerwerk schlägt der Naturschutzbund etwa Lichtshows oder zentrale, professionell organisierte Veranstaltungen vor.
Auch Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, beschreibt die Situation drastisch: „Silvester ist eine Katastrophe für Tiere.“ Die lauten Knallgeräusche lösen bei den Wildtieren Panik aus.













