Betrug in Bayern
500 Abbuchungen, 137.000 Euro Schaden: Anklage erhoben
11.09.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Zentralstelle Cybercrime geht gegen einen 20-Jährigen vor. Er soll massenhaft Geld von fremden Konten abgebucht haben.
Die bayerische Zentralstelle Cybercrime hat Anklage gegen einen 20-Jährigen aus Dortmund erhoben. Der Mann soll als „Läufer“ einer Bande in großem Stil Bankbetrug begangen haben.
Laut Anklage soll er zwischen Juni 2025 und April 2026 mehr als 500 Einzelabbuchungen von fremden Konten getätigt haben. Er soll als Teil einer Bande agiert haben. Teils soll er mehr als 70 Abbuchungen innerhalb weniger Stunden veranlasst haben.
TAN-Nummern ergaunert
Bislang unbekannten Bandenmitgliedern soll es laut Anklage gelungen sein, Menschen zur Herausgabe ihrer TAN-Nummern zu bewegen. So hätten sie virtuelle Zahlungskarten erstellen können. Manche Geschädigte gaben demnach sogar ihre Bankkarte samt Geheimnummer heraus.
Nach Angaben der Ermittler gibt es 13 Geschädigte. Die Schadenssumme liegt bei mehr als 137.000 Euro.
Im April nahmen Beamte den 20-Jährigen in Dortmund fest. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, teilte ein Sprecher der Zentralstelle Cybercrime mit. Die Spezialstaatsanwaltschaft ermittelte gemeinsam mit der Kripo Schwabach.
Über die Zulassung der Anklage entscheide nun das Amtsgericht Nürnberg. Die Ermittlungen führte die Spezialstaatsanwaltschaft gemeinsam mit der Kripo Schwabach.















