Glücksspiel in der Krise
Lotto-Anbieter kappt jede dritte Stelle
28.10.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Traditionsunternehmen Faber bringt Lotto-Spieler zu Tippgemeinschaften zusammen. Nun steckt das Glücksspielunternehmen selbst in der Krise.
Das Lotto-Unternehmen Faber baut massiv Stellen ab. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung streicht der Konzern 120 der insgesamt rund 315 Stellen. So fallen in den Call-Centern 71 Jobs weg, in der Verwaltung sind es 41.
Faber wurde 1970 gegründet. Das Unternehmen organisiert die systematische Teilnahme am Lotto-Betrieb und schüttet die Gewinne an die Teilnehmer aus. Im Kern also eine Art virtuelle Tippgemeinschaft. Unternehmensgründer Norman Faber umschrieb die Idee in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ einmal so: „Wenn der Eurojackpot 90 Millionen Euro ausspielt, dann will ich nur 100.000 Euro, aber mit 900-facher Chance.“
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Nun steckt der Vermittler des Glücksspiels selbst tief in der Krise. „Neben dem rückläufigen schriftlichen Geschäft belasten gestiegenen Kosten für Werbung und Versand sowie veränderte glücksspielrechtliche Vorgaben für den telefonischen Vertrieb die Wirtschaftlichkeit einzelner Angebote. Zugleich eröffnet der wachsende digitale Lotteriemarkt neue Möglichkeiten“, erklärte das Unternehmen der „Bild“-Zeitung.
Faber punktete auf dem Glücksspiel-Markt lange mit Slogan: „Ohne Wenn und Aber: Faber.“ Im Sportmarketing war das Unternehmen lange als Trikotsponsor des Profi-Fußballvereins VfL Bochum aktiv.
Doch der Verein kämpft in der zweiten Bundesliga mittlerweile gegen Abstieg. Auf den Aufstiegsplätzen steht indes der 1. FC Kaiserslautern. Dessen Trikotsponsor? Novoline – ein Anbieter des neuen Geschäftsfelds Online- und Sport-Wetten.














