Spaziergang am Strand, Kanufahrt an der Küste, Yoga auf dem Meer
„Sie spaziert herum und weiß, dass die Leute ihre Anwesenheit genießen“, sagt Assal. Anfangs sei sie scheu gewesen, doch nach bald drei Jahren in Batrun habe sie ihre Routinen entwickelt: Am Morgen am Hafen, dann watschelt sie eine kleine Runde an der Strandpromenade entlang und macht danach gerne auch mal einen kurzen Abstecher aufs Meer. Da setzt sie sich bevorzugt mit auf ein Kanu und lässt sich entlang der Küste schippern. Am Wochenende dann eben die Yoga-Klassen.
„Ich habe zuvor noch nie einen Pelikan in meinem Leben gesehen. Was macht man mit einem so einem Tier in der Yoga-Klasse?“, sagt Lehrerin Ohanian. „Na gut, cool, dachte ich mir: Danke fürs Auftauchen!“, lacht die 36-Jährige. Seitdem sitzt „Pelikanchen“ auf der Spitze ihres Stand-up-Paddels während sie den Unterricht leitet.
Einatmen, Ausatmen, Pelikan
Einatmen, ausatmen, kontrolliert in den herabschauenden Hund während das Pelikanweibchen mit ihrem großen Schnabel an ihren Haaren zwickt und die Aufmerksamkeit eigentlich nur für sich alleine haben will. „Habibti, ich muss mich etwas konzentrieren“, sagt sie dem Tier, während es versucht, weiter mit ihr zu spielen. „Ich liebe sie“, sagt Ohanian. Aber manchmal sei es ganz schön herausfordernd. „Sie ist ein wildes Tier. Ich kann ihr nicht sagen, was sie zu tun hat.“ Doch wenn „Pelikanchen“ wolle, dann würde sie auch zuhören.
„Sie ist ein Teil von mir“, sagt Ohanian. Wenn sie schwimmen gehe, dann folge ihr der Vogel. „Komm Pelikanchen, wir gehen schwimmen“, sage sie ihr und sie folge ihr auf den Schritt. Wenn Ohanian untertaucht, taucht auch der Pelikan unter. Ein eingespieltes Team, auch außerhalb der Yoga-Klasse. „Auch wenn es cheesy klingt, ich würde sagen: Unsere Freundschaft war wohl vorherbestimmt.“
Fast 20.000 Followerinnen und Follower auch auf Instagram
Auch auf Social Media ist „Pelikanchen“ schon zum Star geworden. Anwohner aus Batrun haben ihr ein Profil erstellt. Fast 20.000 Menschen folgen der berühmten Pelikan-Dame dort schon. Viele in den Kommentaren sind sich einig: „Pelikanchen muss einmal ein Mensch gewesen sein, so zutraulich wie sie ist.“ Auf Videos ist zu sehen, wie sie selbst Partys in Beachclubs genießt und sich zu den Gästen an den Pool hockt. In den Titelbeschreibungen heißt es: „Ein Besuch in Batrun ist nur komplett mit einem Treffen mit „Pelikanchen“.“














