Debatte um Berliner Freibad
Kölner CDU-Politiker erntet Kritik für „Blackfacing“-Post
19.08.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Post des Kölner CDU-Politikers und Ratsherrn Kristian Beara löst in den sozialen Medien Wirbel aus. Kritiker werfen ihm Rassismus vor.
Der Kölner CDU-Politiker Kristian Beara sieht sich nach einem Social-Media-Beitrag scharfer Kritik ausgesetzt. Beara hatte am vergangenen Freitag auf Facebook ein KI-generiertes Bild veröffentlicht, das den Politiker mit schwarzer Hautfarbe zeigt. Dabei steht er in einer Badehose vor einem Freibad. Auf dem Bild steht geschrieben: „Ist Blackfacing für das Ergaunern eines Schwimmbadbesuchs verhältnismäßig?“
Beara bezieht sich damit auf eine Debatte um das Pop-Up-Freibad an der Berliner Volksbühne. Dort wollte der rassismuskritische Verein“ Each One Teach One“ eine Veranstaltung organisieren, die exklusiv für die schwarze Community sein sollte. Abgezielt hatte das Angebot insbesondere auf Kinder und Jugendliche. Nach rassistischen Diskussionen und stellenweise auch Drohungen war das Event abgesagt worden.
Kölner CDU: Ratsherr für „Blackfacing“-Beitrag scharf kritisiert
Bearas Beitrag, den er wenig später wieder löschte, führte vor allem im linken Spektrum zu erheblicher Kritik. Der Beitrag liegt der Regionalredaktion von t-online vor. In den sozialen Medien forderten Nutzer die Kölner CDU zu einer Erklärung auf. Ein Nutzer schrieb zu dem Post: „Ein kommunaler Mandatsträger trägt besondere Verantwortung dafür, rassistische Stereotype nicht zu reproduzieren oder für politische Stimmungsmache einzusetzen.“
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Ein weiterer Nutzer bezeichnete den Beitrag als „ekelhaft“. Zudem gab es weitere Kritik an dem Umgang mit der Debatte in Berlin. Einige Menschen verteidigten Bearas Auffassung allerdings auch.
Kristian Beara äußerte sich auf eine Anfrage der Kölner Redaktion von t-online knapp. Er geht dabei seine Kritiker deutlich an: „Niemand hält meinen offensichtlich antirassistischen Post, mit dem ich den Rassismus der Volksbühne kritisiert habe, für rassistisch. Es gibt allerdings politische Gegner, die sich taktisch dumm stellen und so tun, als missverstünden sie meinen Antirassismus als Rassismus. Das ist ebenso albern wie niederträchtig.“
Kristian Beara: Kölner CDU-Politiker lässt Fragen zu Facebook-Beitrag unbeantwortet
Einige Fragen der Redaktion, beispielsweise ob sein Beitrag mit den Werten der CDU vereinbar sei, ließ Beara unbeantwortet. Zudem erklärte er nicht, warum er den Beitrag löschte, obwohl er ihn selbst für „offensichtlich antirassistisch“ hält. Stattdessen veröffentlichte der CDU-Politiker die ursprüngliche Anfrage von t-online mitsamt seiner Antwort noch vor der Berichterstattung in einem Facebook-Beitrag.
Die Kölner CDU reagierte auf eine Anfrage der Redaktion bis zum frühen Mittwochnachmittag nicht. Kristian Beara sitzt für die Kölner CDU im Stadtrat, er gewann bei den Kommunalwahlen im vergangenen Herbst das Direktmandat im Wahlbezirk 9, der die Stadtteile Weiß, Sürth und Godorf umfasst.













