Neue E-Auto-Generation
Bringt Opel den Agila zurück?
28.10.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Autokonzern Stellantis plant eine neue Generation erschwinglicher Elektro-Kleinwagen. Opel könnte dabei einen bekannten Modellnamen wiederbeleben.
Klein, praktisch, günstig: Der Agila war in den frühen 2000er-Jahren ein Erfolg für Opel. Nun mehren sich Hinweise, dass die Rüsselsheimer Marke an einem Nachfolger arbeiten könnte – womöglich sogar mit demselben Namen.
Auf dem Pariser Autosalon erregte das 2CV Concept von Citroën Aufsehen. Mit Retrodesign, einfacher Technik und einem angepeilten Preis von rund 15.000 Euro soll das Modell Elektromobilität attraktiver und vor allem erschwinglicher machen. Auch Fiat bereitet Berichten zufolge auf derselben technischen Basis ein Schwestermodell vor, das unter dem Namen Koala gehandelt wird. In einer früheren Grafik einer Präsentation des Mutterkonzerns Stellantis waren neben schemenhaften Abbildungen dieser beiden Autos noch weitere Modelle zu sehen, darunter möglicherweise ein neuer Opel.

Offiziell bestätigt ist ein solches Modell bislang nicht. Das italienische Automagazin „Quattroruote“ berichtet jedoch über eine mögliche Rückkehr des Modellnamens Agila. Auch „Auto Motor und Sport“ und „Electrive.net“ greifen die Spekulation auf. Einer der möglichen Hinweise: Der Heckabschluss des schemenhaft gezeigten Modells soll an den früheren Opel Agila erinnern.
Drei kleine E-Autos aus Italien
Stellantis hatte das E-Car-Projekt im Mai 2026 angekündigt. Die ersten Fahrzeuge sollen 2028 im Werk Pomigliano d’Arco bei Neapel vom Band laufen, wo bislang unter anderem der Fiat Panda gebaut wird. Zuerst sind offenbar Citroën und Fiat mit ihren Kleinwagen an der Reihe, das dritte Modell könnte wenige Monate später als Opel-Ableger folgen.
Warum der Name Agila passen würde

Der Name Agila wäre für Opel naheliegend. Er kam 2000 auf den Markt und wurde bis 2014 in zwei Generationen gebaut. Die erste Generation war eng mit dem Suzuki Wagon R+ verwandt, die zweite basierte auf dem Suzuki Splash. Das Konzept war einfach: ein kurzer, hoch bauender Fünftürer mit möglichst viel Platz auf geringer Verkehrsfläche. Nach seinem Produktionsende 2014 übernahm der kleinere Opel Karl die Rolle des Einstiegsmodells. Laut „Auto Motor und Sport“ wurden vom Agila rund 654.000 Fahrzeuge gebaut.
Ein solches Grundprinzip könnte auch zu einem günstigen Elektroauto passen – zumal es eine Lücke in der aktuellen Produktpalette schließen würde: Der zweisitzige Rocks Electric ist ein Leichtfahrzeug für die Stadt, der Corsa Electric bereits ein vollwertiger Kleinwagen mit entsprechend höherem Preis. Auch Volkswagen arbeitet an einem Kleinstwagen unterhalb des elektrischen ID. Polo, Renault hat mit dem Twingo einen Stadtstromer im Angebot.













