In Niedersachsen
Kleinflugzeug stürzt in Wohnhaus – zwei Tote
Aktualisiert am 25.07.2026 – 18:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Stundenlang suchten Einsatzkräfte nach dem zweiten Insassen eines Kleinflugzeugs. Nun steht fest: Beide Männer überlebten den Absturz nicht.
Zwei Männer sind am Samstag beim Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Zunächst hatte der Norddeutsche Rundfunk darüber berichtet.
Die Maschine war gegen 11 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in das Dach des Wohnhauses gestürzt. Die Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Gebäude – weitere Verletzte gab es nicht.
Stundenlange Suche endet
Bereits am Mittag hatten Einsatzkräfte einen toten Mann im Wrack entdeckt. Nach dem zweiten Insassen suchten Feuerwehr und Polizei stundenlang – mit Drehleitern durchkämmten sie das zerstörte Dach. Am Nachmittag dann die Bestätigung: Auch er überlebte den Absturz nicht.

Die Bergung bezeichnete die Polizei als „äußerst komplex“. Das Wrack steckte tief im Dachstuhl, die toten Männer konnten zunächst nicht geborgen werden. Weitere Angaben zu ihrer Identität machte die Polizei nicht. Im Laufe des Abends soll es mehr Informationen geben, kündigte der Sprecher an.
Maschine verlor kurz nach dem Start in Bremen an Höhe
Das Leichtflugzeug war nach bisherigen Erkenntnissen kurz zuvor in Bremen gestartet. Über der Wohnsiedlung in Ganderkesee verlor es dann an Höhe, wie die Feuerwehr berichtete. Warum, ist bislang unklar.
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) – die Behörde, die in Deutschland Flugzeugabstürze untersucht – soll die Ermittlungen in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Polizei fortsetzen.
Hundert Meter Sperrzone rund um die Absturzstelle
Rund um das getroffene Haus evakuierten Einsatzkräfte vorsorglich alle Gebäude im Umkreis von hundert Metern. Die Stromversorgung der Straße wurde unterbrochen, der Luftraum über dem Gebiet gesperrt. Polizei und Feuerwehr sicherten auslaufende Betriebsstoffe und bereiteten die Bergung des Wracks vor.
Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Anwohner, die das Unglück miterlebt hatten. Für sie wurde eine Anlaufstelle eingerichtet.














