Ausflug ab Dresden
Wanderung im Erzgebirge: „Klein Kanada“ entdecken
19.07.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Fichtenwälder und weite Flüsse: Die größte Trinkwassertalsperre in Sachsen erinnert an ein Land in Nordamerika – und lässt sich zu Fuß erkunden.
Wie in Kanada verlaufen die Wanderrouten an der Talsperre Eibenstock im Erzgebirge durch dichte Wälder und bieten einen Panoramablick auf weite Flussläufe. Im Volksmund wird das Gebiet auch als „Klein Kanada“ bezeichnet.
Neben dem Ziel für viele Ausflügler nimmt die Talsperre auch eine wichtige Funktion ein, denn sie versorgt den Raum Chemnitz und Zwickau mit Trinkwasser. Grund ist die 1982 in Betrieb genommene Staumauer am Rande des Gebietes. Sie ist teils über 55 Meter hoch und dient als wichtiges Element gegen mögliches Hochwasser.
Staumauer: Großes Kunstwerk „Fisch-Reich“
Im Jahr 2012 erhielt die rund 300 Meter lange Mauer ein künstlerisches Upgrade, gesponsert von dem Unternehmen Kärcher. Der Künstler Klaus Dauven bearbeitete die Wand mit Hochdruckreinigern und schuf damit das Werk „Fisch-Reich“. Darauf zu sehen waren zwei Fische in verschiedenen Grautönen.
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Durch die Art des Kunstwerks entstand dabei der Eindruck, die Fische würden ueinander herumschwimmen. Fünf Jahre später verschwand das Kunstwerk aufgrund von neuen Verschmutzungen wieder. Das Gesamtwerk sollte als Symbol für die Wasserqualität der Trinkwassertalsperre Eibenstock gelten.
Waldlehrpfad informiert spielerich über die Tiere
Unweit der Talsperre verläuft ein Waldlehrpfad, der besonders für Familien mit Kindern geeignet ist. Entlang des Weges stehen Informationstafeln, die über die Geschichte der Talsperre, des Waldes und den Tieren im Wald erzählen.
So erreichen Dresdner „Klein Kanada“
Mit dem Auto erreichen Ausflügler aus Dresden die Talsperre am besten über den Parkplatz Bergbaulehrpfad an der B283. Von der Dresdner Innenstadt fährt man zunächst auf die A4 bis nach Chemnitz. Dort fahren Menschen dann weiter auf die A72 bis zur Höhe Hartenstein bis zum Abzweig auf die S255. Von dort fährt man nur noch knapp 10 Minuten bis zum Parkplatz. Insgesamt benötigen Autofahrer rund eine Stunde und 40 Minuten dorthin.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es deutlich länger, die Anreise ist mit dem Auto zu empfehlen.
