Drei Wochen voller Ungewissheit
Kater Carlo ist zurück – doch die Angst bleibt
30.10.2026 – 09:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein GPS-Tracker zeigt Carlo plötzlich zehn Kilometer von seinem Zuhause in Hannover entfernt. Als seine Besitzer dem Signal folgen, finden sie nur sein Halsband.
Drei Wochen lang wissen Niclas Arsow und seine Partnerin Sarah Czapski aus Hannover nicht, wo ihr Kater Carlo steckt. Dann kommt der erlösende Anruf der Polizei: Das Tier ist gefunden worden. „Wir waren einfach überglücklich“, erzählt Arsow im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die Zeit ohne Carlo beschreibt Czapski als „insgesamt echt eine grauenvolle Zeit“. Mal habe der eine die Hoffnung aufrechterhalten, mal der andere. Aufgeben sei für beide nicht infrage gekommen.
GPS-Signal führt Besitzer zehn Kilometer weit
Am 10. September verschwindet Carlo aus dem Heideviertel in Hannover. Weil ihre beiden Katzen Ortungshalsbänder tragen, können die Besitzer normalerweise verfolgen, wo sich die Tiere aufhalten. Doch plötzlich zeigt Carlos Tracker einen Standort im rund zehn Kilometer entfernten Altwarmbüchen an.
Die Strecke wird nach Angaben des Paares so schnell zurückgelegt, dass Carlo sie kaum allein geschafft haben könne. Arsow fährt mit dem Fahrrad hinterher. Statt seines Katers findet er vor einer Schule allerdings nur das Halsband mit dem Ortungsgerät. Die beiden vermuten, dass jemand Carlo mitgenommen haben könnte.
Noch am Tag des Verschwindens schalten die Besitzer die Polizei ein. Sie hängen Suchplakate auf, verfolgen Hinweise und finden über Instagram weitere Helfer. Diese beraten das Paar und richten unter anderem eine Futterstelle mit Kamera ein.

Suchhunde und ein auffälliges Auto bringen neue Hinweise
Auch eine Suchhundestaffel beteiligt sich. Hundeführerin Nina Schindler sagt der dpa, dass die Suche eine besondere Schwierigkeit mit sich gebracht habe: Am Halsband könnten neben Carlos Geruch auch Spuren eines Menschen haften. Zunächst sei deshalb unklar gewesen, welcher Fährte die Hunde folgen würden.
Mehrere unabhängig voneinander eingesetzte Hunde führen laut Schindler schließlich zu ähnlichen Stellen. Auch ein Zeugenhinweis auf ein auffälliges Auto hilft den Besitzern weiter. Sie entdecken nach eigenen Angaben ein passendes Fahrzeug, folgen ihm und geben ihre Beobachtungen an die Polizei weiter.
Am 1. Oktober finden Beamte Carlo bei einer Durchsuchung in einem Wohnhaus in Großburgwedel. Dort entdecken sie auch weitere Tiere, darunter eine zweite vermisste Katze. Gegen eine 59-jährige Frau wird wegen des Verdachts der Unterschlagung und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Wie die Tiere in das Haus gelangten, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Für die Unterstützung bedanken sich die beiden bei den Suchhundeführern, der Polizei und den Menschen, die Hinweise gegeben oder die Daumen gedrückt haben.















