Der Dorsch, früher ein wichtiger Fangfisch, darf wegen der stark geschrumpften Bestände nur noch sehr eingeschränkt gefangen werden. Ein Teil des Fangs wird direkt am Hafen verkauft oder in den örtlichen Räuchereien verarbeitet. Der historische Heringszaun dient dagegen heute vor allem als Wahrzeichen und Erinnerung an die Zeit, in der der Heringsfang das Leben der Stadt bestimmte.
Ruhiger Küstenort statt wildem Ostseebad
Kappeln eignet sich vor allem für Menschen, die gerne am Wasser unterwegs sind, ohne ihren Urlaub ausschließlich am Strand zu verbringen. Man kann durch den Hafen spazieren, eine Schifffahrt unternehmen oder die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden. Die Landschaft an der Schlei wechselt zwischen Wasser, Feldern, kleinen Dörfern und sanften Hügeln. Wer in der Ostsee baden möchte, erreicht den rund zwei Kilometer langen Weidefelder Strand außerhalb des Stadtzentrums.
Ein klassisches Seebad ist Kappeln allerdings nicht. Direkt vor der Altstadt gibt es weder einen langen Sandstrand noch eine durchgehende Promenade mit Strandbars und Boutiquen. Auch großes Nachtleben oder ein dichtes Unterhaltungsprogramm sollte man nicht erwarten. Abends wird es häufig ruhig.
Anreise nach Kappeln ab Hamburg
Von Hamburg aus ist Kappeln mit dem Auto nach etwa 145 Kilometern und – abhängig vom Verkehr – in ungefähr zwei Stunden erreichbar. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert meist länger. Da Kappeln keinen Bahnhof hat, fährt man zunächst mit dem Zug nach Schleswig oder Süderbrarup und steigt dort in einen Bus um. Insgesamt sollte man etwa zweieinhalb bis drei Stunden einplanen und die konkrete Verbindung vor der Abfahrt prüfen.
Eine Reise nach Kappeln lohnt sich weniger wegen einer einzelnen großen Attraktion als wegen des Zusammenspiels seiner maritimen Seiten. Am Ende bleibt der Eindruck einer Stadt, die ganz selbstverständlich mit dem Wasser lebt. Gerade das macht Kappeln besonders.














