Aufregung um Leihmutterschaft
Spahn-Rücktritt: Jetzt schaltet sich Hendrik Wüst ein
Aktualisiert am 18.07.2026 – 16:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rücktritt von Jens Spahn aus der Bundespolitik sorgt für Debatten: Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst reagiert auf die Entscheidung des Spitzenpolitikers aus dem Westen.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (beide CDU) am Samstag bedauert. „In der Entscheidung von Jens Spahn zum Rückzug liegt eine große Tragik“, erklärte Wüst. „Ich bedaure diesen Schritt persönlich sehr und kann ihn zugleich gut nachvollziehen. Ich bin überzeugt: Viele Menschen werden das Dilemma zwischen politischem Anspruch und persönlicher Realität wahrgenommen haben.“
Wüst befand, dass die Debatte in den vergangenen Tagen an vielen Stellen überzogen geführt worden sei. „Dennoch waren viele gestellte Fragen natürlich berechtigt.“ Er respektiere, dass Spahn „diesen wohl unausweichlichen Weg jetzt gewählt“ habe. „Ich habe Verständnis dafür, dass Jens diesen Weg geht.“
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Jens Spahn tritt zurück – Hendrik Wüst appelliert an Öffentlichkeit
Mit der öffentlichen Bekanntgabe der Geburt des Sohnes von Spahn und seinem Mann durch eine Leihmutterschaft seien Fragen gestellt worden „zu einem komplexen, sensiblen und persönlichen Thema mit gesellschaftlicher Tragweite“, sagte Wüst. Er appellierte an die Öffentlichkeit, in der Debatte Rücksicht auf das Kind zu nehmen. „Kinder können am allerwenigsten für die Umstände ihrer Herkunft“, so der NRW-Ministerpräsident. „Niemand sucht sich die Umstände seiner Geburt aus.“
Eine Leihmutter hatte in den USA den Sohn von Spahn und seinem Mann zur Welt gebracht. Leihmutterschaften sind in Deutschland verboten.
Spahn, einer der mächtigsten Politiker in der schwarz-roten Koalition, war in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Väter geworden sind, indem in den USA eine Frau ein Kind für sie ausgetragen hat.
Dies hatte einen Sturm der Kritik ausgelöst, weil Leihmutterschaften in Deutschland verboten sind. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kündigte an, dass er vorübergehend die Unions-Fraktion führen werde.
Leihmutterschaft: Spahn war in der Union in die Kritik geraten
Spahn, einer der mächtigsten Politiker in der schwarz-roten Koalition, war in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Väter geworden sind, indem in den USA eine Frau ein Kind für sie ausgetragen hat. Dies hatte einen Sturm der Kritik ausgelöst, weil Leihmutterschaften in Deutschland verboten sind. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kündigte an, dass er vorübergehend die Unions-Fraktion führen werde.
Spahn schrieb in seinem Rücktrittschreiben, dass ihm in den vergangenen Tagen bewusst geworden sei, dass sein persönliches Glück, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar mit seinem politischen Amt sei.
„Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.“















