Rente und Pension
Jeder Fünfte im Ruhestand muss mit 1.400 Euro auskommen
Aktualisiert am 04.10.2025 – 10:12 UhrLesedauer: 4 Min.
Neuen Zahlen zur Rente lassen wieder aufhorchen. Denn unter Rentnern herrscht eine große Kluft, wie viel Geld diese netto pro Monat zur Verfügung haben. Während die einen Rentenreformen fordern, warnen andere vor Altersarmut.
Doch die Schere zwischen Arm und Reich geht auch bei Rentnern und Pensionären weit auseinander. Zugleich sind immer mehr alte Menschen auf Grundsicherung angewiesen. Sozialverbände warnen in der Debatte um Rentenreformen vor wachsender Altersarmut.
Laut der Statistik, die über aktuelle Zahlen zur Rente und Pensionen informieren, haben weitere 20 Prozent der Ruheständler mehr als 1.400 Euro, aber höchstens rund 1.790 Euro im Monat zur Verfügung.
Die einkommensstärksten 20 Prozent der Rentner und Pensionäre im Ruhestand konnten monatlich über mehr als rund 2.870 Euro netto verfügen. Generell kommen die Einkommen der Ruheständler zu 92 Prozent aus Alterseinkünften, Vermögen und Erwerbstätigkeit spielen kaum eine Rolle.
Betrachtet hat das Statistische Bundesamt Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionäre im Alter von mindestens 65 Jahren – zuletzt 16,3 Millionen Menschen. Für die Einkommensberechnung nutzten die Statistiker das Nettoäquivalenzeinkommen – ein gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen. Dadurch werden die Einkommen von Personen, die in unterschiedlichen Haushalten leben, vergleichbar, da es in größeren Haushalten Einspareffekte etwa bei Wohnraum gibt.
Die neuen Zahlen zur Rente zeigen auch, dass die Einkünfte der Ruheständler in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, aber weniger als die der Gesamtbevölkerung. So betrug 2021 das mittlere Einkommen der Rentner und Pensionäre 1.820 Euro monatlich und wuchs bis 2024 um neun Prozent. Das Einkommen der Gesamtbevölkerung kletterte in dem Zeitraum jedoch um 11 Prozent und auf zuletzt im Mittel 2.300 Euro.
Der Deutschen Rentenversicherungen zufolge gingen Ende 2023 schon 1,46 Millionen Rentner einer Beschäftigung nach – Tendenz steigend. Der CDU-Wirtschaftsrat forderte unlängst zudem ein späteres Renteneintrittsalter, das an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden müsse.














