„Ich wollte nur, dass der Schmerz weggeht“
Schauspielerin Inez Bjørg David macht Erkrankung publik
02.10.2026 – 00:45 UhrLesedauer: 2 Min.
TV-Zuschauer kennen sie aus zahlreichen Serienhits. Nun gewährt Inez Bjørg David Einblick in ihr Privatleben – und ein besonders dunkles Kapitel.
Sie wollte mit 19 Jahren nur für ein Jahr nach Deutschland kommen, um die Sprache zu lernen. Doch die gebürtige Dänin Inez Bjørg David wurde als Komparsin für die Serie „Berlin, Berlin“ entdeckt und blieb. Der Start ihrer Schauspielkarriere. Mit Hauptrollen in den ARD-Soaps „Verbotene Liebe“ und „Sturm der Liebe“ wurde sie zu einem der bekanntesten Seriengesichter im deutschen TV.
Zuletzt war die 44-Jährige unter anderem in „Die Toten vom Bodensee“ und „Tatort“ zu sehen. Nun teilt sie jedoch eine sehr private Seite von sich mit der Öffentlichkeit. Bei Instagram machte Inez Bjørg David publik, dass sie an einer schweren postnatalen Depression erkrankt war.
- Postnatale Depression: So erkennen Sie die Anzeichen
„Ich freue mich! Ich freue mich so auf alles, was kommt! Ich freue mich am Leben zu sein“, beginnt sie den Beitrag und beschreibt ihren jetzigen Zustand. Das sei vor zwei Jahren jedoch ganz anders gewesen. „Ich wollte nur, dass es aufhört. Ich wollte nur, dass der Schmerz weggeht“, offenbart die vierfache Mutter.
„Es ist so viel normaler als man denkt“
Sie möchte über das Thema aufklären, denn „es ist so viel normaler als man denkt“, betont Inez Bjørg David. Eine postnatale Depression entstehe nicht notwendigerweise im Wochenbett, sondern manchmal erst Monate später. „Sie ist auch gerne schleichend. Sie macht nicht unbedingt träge und unfähig aus dem Bett zu kommen. Aber sie übernimmt alles in dir drin. Benommenheit, ’schlechte Laune‘, schlechter Schlaf, düstere Gedanken.“ Und es gebe „leider keine Leuchtschriftreklame auf der Stirn“, die sage: „Hilf mir!“
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Die Schauspielerin appelliert an alle, „die Mütter in unserem Umfeld nicht alleine zu lassen. Dass wir wirklich lernen zuzuhören; dass wir aufhören zu sagen: ‚Naja klar geht’s dir nicht gut, du hast ein Baby.‘ ‚Das wird besser.‘ ‚Andere Mütter haben das auch schon durch.'“
„Warum muss eine Frau so an ihre Grenzen gehen – alleine“, fragt Inez Bjørg David und bittet darum, Mütter mit ihren Belastungen ernster zu nehmen. „Kinderkriegen ist Gemeinschaftssache“, stellt die 44-Jährige abschließend klar. „Teilt und nehmt teil!“













