Blaualgen-Alarm: Hier gelten jetzt Badeverbote
Behörde warnt Badende
15.08.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 2 Min.
An Nord- und Ostsee sowie in zahlreichen Seen breiten sich Blaualgen aus. Die Bakterien können Giftstoffe bilden und Hautreizungen sowie Übelkeit verursachen.
In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein warnen die Behörden vor Blaualgen in der Ostsee und in zahlreichen Seen. In Schleswig-Holstein wurden an mehreren Seen Badeverbote verhängt. Das Gesundheitsministerium in Mecklenburg-Vorpommern rät dazu, sichtbare Algenansammlungen zu meiden.
Algenteppiche von Rostock bis Hiddensee
Satellitenbilder des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen große Algenteppiche vor der Küste zwischen Rostock und Hiddensee. An der Küste treiben sie vor Warnemünde, Kühlungsborn, Heiligendamm und der Wohlenberger Wiek bei Wismar.
- Experte klärt auf: Das ist die neueste Masche der Reisebetrüger
- Hitze in Urlaubsländern: Das sind die Tipps der Einheimischen
Auch in Binnengewässern wie dem Peenestrom, dem Schwandter See und dem Melzer See im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte treten Blaualgen auf. Badeverbote gibt es dort jedoch nicht.
Vier Seen in Schleswig-Holstein gesperrt
In Schleswig-Holstein sind der Bordesholmer See, der Brahmsee, der Warder See und der Dörpsee im Kreis Rendsburg-Eckernförde gesperrt. Die Verbote gelten voraussichtlich bis Mittwoch. Zusätzlich meldet das Land Badewarnungen für mehrere Stellen an der Ostseeküste im Kreis Ostholstein, darunter Sierksdorf, Rettin und Scharbeutz.
Auf das Schwimmen und Baden sollte verzichtet werden, wenn die eigenen Füße ab Kniehöhe wegen der bläulich-grünlichen Trübung des Wassers nicht mehr zu sehen sind. In solchen Fällen sollten auch Kleinkinder weder am Ufer spielen noch im flachen Wasser planschen.
Keine Algen, sondern Bakterien
Blaualgen sind keine Algen, sondern Cyanobakterien. Einzelne Bakterien sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Bei massenhaftem Auftreten können sie jedoch als Schlieren oder Verfärbungen sichtbar werden.
Das Landesamt für Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern warnt davor, dass Cyanobakterien Giftstoffe bilden können. Mögliche Folgen sind Hautreizungen, allergische Reaktionen und Übelkeit, wenn größere Wassermengen verschluckt werden. Je nach Wind und Wetter können sich die Ansammlungen innerhalb weniger Stunden verschieben.














