Was an der Zapfsäule wichtig ist
Hier ist Tanken günstiger als in Deutschland
Aktualisiert am 14.09.2026 – 12:02 UhrLesedauer: 2 Min.
In einigen Nachbarländern ist der Sprit günstiger als zu Hause. Wo Sie im Ausland sparen können – und worauf Sie dabei achten sollten.
Wer in der Grenzregion zu einem der vielen Nachbarländer Deutschlands wohnt, für den kann sich ein Tankstopp hinter der Grenze lohnen: In vielen europäischen Ländern kosten Benzin und Diesel weniger als in Deutschland. Es gibt aber auch einige Länder, in denen Autofahrer mehr bezahlen.
Zu den Ländern mit niedrigeren Kraftstoffpreisen gehören laut ADAC unter anderem Polen, Luxemburg, Slowenien, Tschechien und Österreich. Teurer als in Deutschland ist Tanken dagegen häufig in den Niederlanden, Italien, Belgien und Dänemark. Wie groß der Preisunterschied ausfällt, hängt von den aktuellen Kraftstoffpreisen und dem Wechselkurs ab.
Deshalb sind die Preise so unterschiedlich
Dass Sprit in vielen Nachbarländern günstiger ist, liegt vor allem an den unterschiedlichen Steuern und Abgaben. Während Deutschland vergleichsweise hohe Energiesteuern erhebt, fallen diese in anderen Staaten teilweise niedriger aus. Einige Länder greifen zudem zeitweise mit Preisbremsen oder anderen Maßnahmen in den Kraftstoffmarkt ein.
Tanken im Ausland: Das ist wichtig
Wer im Ausland tankt, sollte allerdings nicht nur auf den Preis achten. Damit es an der Zapfsäule keine Verwechslungen gibt, hilft ein Blick auf die Oktanzahl. Super entspricht in der Regel 95 Oktan, Super Plus 98 Oktan. In Frankreich ist E10 häufig als „SP95-E10“ gekennzeichnet, in Spanien findet sich für Benzin oft die Bezeichnung „Sin Plomo“.
Lohnt sich der Umweg?
Es kommt sehr auf den Preisunterschied und die Entfernung an. Bei einem Preisunterschied von 10 Cent pro Liter und 40 Litern getanktem Kraftstoff (4 Euro Ersparnis) lohnt sich ein Umweg von bis zu 20 Kilometern (Hin- und Rückweg) bei einem durchschnittlichen Verbrauch. Allerdings sollten Sie auch bedenken, dass dazu noch der Zeitaufwand und der erhöhte Verschleiß des Autos kommen.
Sparen lässt sich außerdem durch die Wahl der Tankstelle. Wie in Deutschland sind Tankstellen an Autobahnen meist teurer als Stationen in Ortschaften. Spritpreis-Apps helfen dabei, günstige Angebote entlang der Route zu finden.
Wer mehrere Länder durchquert, sollte trotz niedriger Preise nicht gleich die Reservekanister füllen. Denn für die Mitnahme größerer Kraftstoffmengen gelten je nach Land Zoll- und Einfuhrvorschriften. Vor allem bei Reisen in Nicht-EU-Staaten empfiehlt es sich, die geltenden Bestimmungen vorab zu prüfen. In vielen Ländern gelten 20 Liter als Maximum.
Auch was das Zahlungsmittel angeht, lohnt sich die Reiseplanung. Innerhalb des Euroraums werden gängige Debit- und Kreditkarten in der Regel akzeptiert. Außerhalb der Eurozone kann es sinnvoll sein, Bargeld in der jeweiligen Landeswährung mitzunehmen.













