Zum dritten Mal in Folge
Immobilienpreise steigen in fast allen Regionen erneut
Aktualisiert am 24.09.2025 – 11:51 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer eine Immobilie kaufen will, zahlt mehr: In fast allen Regionen klettern die Preise. Kann der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung den Wohnungsmarkt entlasten?
Wohneigentum in Deutschland wird zunehmend teurer. Im dritten Quartal in Folge sind die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser gestiegen – und das mit wenigen Ausnahmen bundesweit. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Ob der „Bau-Turbo“ der Bundesregierung die Lage entspannen wird, muss sich noch zeigen.
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für Wohnimmobilien hierzulande im zweiten Quartal im Schnitt um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums und um 1,1 Prozent höher als im ersten Vierteljahr 2025.
Nach einer Serie von Preisrückgängen seit dem vierten Quartal 2022 drehte der Markt im Schlussquartal 2024: Im Zeitraum Oktober bis Dezember zogen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland um 1,9 Prozent an, im ersten Quartal 2025 ging es um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach oben. Im Jahresdurchschnitt 2024 hatten die Preise für Häuser und Wohnungen hierzulande noch um 1,5 Prozent nachgegeben.
Eigentumswohnungen kosteten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Zeitraum April bis Juni des laufenden Jahres bundesweit im Durchschnitt mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser zogen in den meisten Regionen an.
In den sieben größten Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart und Düsseldorf – mussten Käuferinnen und Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt 2,4 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor und 0,3 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. Ein- und Zweifamilienhäuser waren dort etwas günstiger zu haben als ein Jahr zuvor: Die Preise für solche Immobilien gaben – auf hohem Niveau – um 0,2 Prozent nach.
In kreisfreien Großstädten außerhalb der Top-7-Metropolen verteuerten sich Wohnungen um durchschnittlich 5,0 Prozent zum Vorjahresquartal und um 1,3 Prozent zum Vorquartal. In ländlichen Kreisen mussten Käuferinnen und Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt jeweils 3,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresquartal und im Vorquartal.
Mehr neue Wohnungen sind das erklärte Ziel der neuen Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte 400.000 neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, dieses Ziel aber nie erreicht.
Im vergangenen Jahr waren 251.900 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt worden und damit so wenig wie seit 2015 nicht mehr. Die amtierende Bundesregierung will mit einem „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den schleppenden Wohnungsbau voranbringen.















