Es werden auch sogenannte Ersatzzeiten anerkannt, wie etwa Zeiten der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR.
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Vor allem Frauen profitieren von Wartezeiten für die „Rente mit 63“
Die wichtigste Wartezeit ist, wie aus den Statistiken der Rentenversicherung hervorgeht, die anrechenbare Kindererziehungszeit. Von den 21,5 Millionen Rentnern, die 2025 eine gesetzliche Rente erhalten haben, wurden auf insgesamt zehn Millionen Renten Kindererziehungszeiten angerechnet. 98 Prozent der Kindererziehungszeiten werden auf die Renten von Frauen angerechnet. Im Schnitt erhielten diese 190 Euro brutto als Extrarente, die nur aus den Kindererziehungszeiten stammte.
Wie viele Menschen nur wegen dieser zusätzlich anrechenbaren Zeiten auf die 45 Beitragsjahre kommen, wird von der Rentenversicherung nicht regelmäßig statistisch erfasst. Es gibt aber immer wieder Untersuchungen dazu.
Eine davon wurde 2018 publiziert, damals im Hinblick auf eine Reform im Jahr 2014, die die möglichen Anrechnungszeiten für die 45 Beitragsjahre auf das heutige Niveau ausgeweitet hat. Untersucht wurde, wie viele Menschen 2016 Anspruch auf die Frührente hatten, die vor der Reform von 2014 leer ausgegangen wären.
Mehrheit der Männer kommt auf 45 Beitragsjahre bei Rente mit 63
Dabei kam heraus, dass von den Neurentnern des Jahres 2016 rund 53 Prozent der Frührentner allein durch ihre Erwerbstätigkeit auf 45 Beitragsjahre kamen. Die Mehrheit davon waren Männer. Durch die Berücksichtigung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten kamen also vor allem Frauen auf 45 Beitragsjahre – insgesamt profitierten davon 23 Prozent der Neurentner im Jahr 2016. 16 Prozent der Neurentner 2016 hatten durch die Anrechnung von Zeiten in der Arbeitslosigkeit die 45 Jahre erreicht.
Dass vor allem Frauen betroffen wären, kritisiert auch die Rentenexpertin des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, Ruth Schüler. „Schon heute – mit der jetzigen Regelung – profitieren Männer stärker von der Möglichkeit, eine abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren zu beziehen“, sagte Schüler den Funke Medien. „Werden Pflege- und Erziehungszeiten nicht mehr angerechnet, erreichen vor allem weniger Frauen die Voraussetzungen für eine abschlagsfreie vorzeitige Rente.“













