September 2, 2026 2:46 p.m. CEST

Polizei sucht Täter

Unbekannter öffnet Tür von ICE bei 200 km/h


Aktualisiert am 02.09.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Fahrgäste des ICE verlassen den Zug: Eine der Türen wurde offenbar mutwillig geöffnet. (Quelle: Pascal Höfig/NEWS5/dpa/dpa)

Gefährlicher Zwischenfall bei voller Fahrt: Auf einmal öffnet sich eine Tür eines ICE in Unterfranken. Für 238 Reisende endet die Reise abrupt.

Bei einem Schnellzug der Deutschen Bahn ist in Unterfranken bei voller Fahrt eine Tür geöffnet worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, kam es am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr im Landkreis Main-Spessart zu dem Vorfall. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein und der ICE kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt zum Stehen.

Nach ersten Ermittlungen wurde die Notentriegelung der Tür geöffnet, wie die Bundespolizeiinspektion Würzburg mitteilte. Die Beamten ermitteln nun wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen.

Polizei und Rettungskräfte hatten ein Großaufgebot an die Einsatzstelle entsandt. Laut Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart waren insgesamt rund 300 Einsatzkräfte vor Ort. Unklar war zunächst, ob Fahrgäste durch die Tür ins Freie gefallen waren. Hubschrauber, Drohnen und Spürhunde kamen zum Einsatz. Am Ende bestätigten sich die Befürchtungen jedoch nicht – niemand wurde verletzt.

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An Bord des ICE 528, der von München nach Dortmund unterwegs war, befanden sich 238 Reisende, die alle evakuiert wurden. Die Bahn organisierte für die Weiterreise Busse und Taxis. Die Bahnstrecke selbst konnte erst gegen 2.30 Uhr freigegeben werden.

Eine Bahnsprecherin teilte t-online zur Ursache mit: „Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt. Eine technische Störung am Zug lag ebenfalls nicht vor.“

Polizei befragt Bahnkunden nach ICE-Vorfall

Die Passagiere, die im hinteren Zugteil saßen, in dem sich die Türe geöffnet hatte, seien von der Polizei dazu befragt worden, ob sie Wahrnehmungen gemacht hätten. Zudem sei das Gepäck den Personen zugeordnet worden, um zu prüfen, ob möglicherweise Gepäckstücke aus dem Zug gefallen sind.

Die Feuerwehr sprach von einem aufwendigen Einsatz. Einsatzstellen auf Bahnstrecken seien häufig nur über bestimmte Zugänge erreichbar, teilte die Organisation mit. Hinzu kämen teilweise „große Entfernungen, schwer zugängliches Gelände und im konkreten Streckenabschnitt zahlreiche Tunnel“.

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