Marode A4-Brücke
Hunderte Lkw ignorieren Fahrverbot am Kölner Eifeltor
29.07.2026 – 11:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Die neue Lkw-Schranke an der Anschlussstelle Köln-Eifeltor auf der A4 soll die marode Autobahnbrücke erhalten. Doch zahlreiche Lkw halten sich nicht an das Fahrtverbot.
Mehr als 1.000 Schwerlast-Lkw haben in den vergangenen zwei Wochen versucht, das Fahrverbot über die marode A4-Brücke am Kölner Eifeltor zu ignorieren. Die Lkw mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen waren trotz zahlreicher Hinweisschilder die A4 in Fahrtrichtung Olpe weitergefahren, scheiterten dann allerdings an der neu installierten Lkw-Schranke. Das teilte die Autobahn GmbH Rheinland der Kölner Redaktion von t-online mit.
Bereits seit Ende April dürfen Lkw mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen nicht mehr über die beschädigte Brücke an den Bahngleisen an der Anschlussstelle Köln-Eifeltor fahren. Weil sich allerdings zahlreiche Fahrzeuge nicht daran hielten, wurde die A4 in Fahrtrichtung Köln komplett für den Lkw-Verkehr gesperrt, bis am 16. Juli eine Lkw-Schranke in Betrieb genommen wurde.
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Die Schranke soll auf der rechten Fahrspur nun das Gewicht aller Lkw kontrollieren. Sind diese schwerer als 44 Tonnen, werden sie bereits an der Anschlussstelle Köln-Klettenberg abgeleitet. Dass das Konzept der Autobahn GmbH Rheinland Erfolg hat, zeigen die mehr als 1.000 registrierten Verstöße innerhalb der vergangenen zwei Wochen.
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Eine Sprecherin der Autobahn GmbH sagte t-online: „Diese konsequente Maßnahme ist notwendig, um die dortige Infrastruktur zu schützen.“ Die betroffenen Lkw seien zwangsabgeleitet worden. Ihnen droht ein Bußgeld. Für dieses ist allerdings in dem Fall nicht die Autobahn GmbH zuständig, sondern die Stadt Köln. Sie betreibt auch die Blitzer, die Tempo 60 auf der Brücke kontrollieren.
Die Installation der Lkw-Schranke hatte auf der A4 und den umliegenden Autobahnen teils erhebliche Verkehrsprobleme verursacht. Mittlerweile dürfen zwar Lkw mit einem Gewicht bis zu 44 Tonnen wieder in Richtung Olpe beziehungsweise Köln fahren, müssen dafür allerdings die rechte Fahrspur nutzen. Da viele Lkw trotzdem auf der mittleren Spur unterwegs sind, führt dies zu zusätzlichen Problemen.
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Autos mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen sind von der Schranke nicht betroffen. Sie können über die mittlere oder linke Spur an der Mess- und Schrankenanlage vorbeifahren. Damit Lkw diese aber nicht völlig umfahren können, sind für den Notfall auch Schranken auf den anderen Spuren installiert.
Durch die Maßnahmen soll eine Vollsperrung der Eifeltor-Brücke, wie etwa auf der A565 in Bonn, verhindert werden. Die Autobahn GmbH plant, einen Ersatzneubau spätestens ab dem Jahr 2028 zu errichten. Dafür soll eine bereits angesetzte Sperrung der Deutschen Bahn genutzt werden, deren Gleise zum Güterbahnhof unter der maroden Brücke hindurchführen.














