Experte: „Wunderbares Zeichen“
Zehn Monate Wartezeit auf den VW ID. Polo
09.09.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 3 Min.
Volkswagens neuer Elektro-Kleinwagen rollt jetzt zu den Händlern, doch Käufer müssen lange auf die Auslieferung warten. Was dahintersteckt.
Ein Auto bestellen, das man noch nicht probegefahren und vielleicht noch nicht einmal aus der Nähe gesehen hat? Beim VW ID. Polo scheint das erstaunlich viele Kunden nicht abzuschrecken. Gerade erst kommen die ersten Exemplare des elektrischen Kleinwagens zu den Händlern, doch die Auftragsbücher füllen sich schneller als erwartet.
Auch die Konzernbrüder Skoda Epiq und Cupra Raval stoßen schon vor ihrem eigentlichen Marktstart auf eine Nachfrage, die Hersteller und Händler beschäftigt. Bei einzelnen Varianten werden die Lieferzeiten inzwischen in Monaten statt in Wochen angegeben, berichtet die „Automobilwoche“ exklusiv.
Mehr als 30.000 Bestellungen für den ID. Polo
Volkswagen hatte die Bestellbücher für den ID. Polo Ende April geöffnet. Kunden konnten das Auto zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Handel ansehen oder Probe fahren. Trotzdem gingen europaweit bereits mehr als 30.000 Bestellungen ein, wie eine VW-Sprecherin der „Automobilwoche“ sagte. Vor allem in Deutschland liege die Nachfrage deutlich über den ursprünglichen Erwartungen.
Im Video | Das ist der neue VW ID. Polo
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Ein Händler zeichnet ein noch deutlicheres Bild. „Beim ID. Polo ist die gesamte Reihe ausverkauft. Die Wartezeit liegt bei mindestens zehn Monaten“, sagte der Chef einer großen VW-Autohausgruppe der „Automobilwoche“. Volkswagen bestätigt längere Lieferzeiten, weist aber darauf hin, dass sie von der jeweiligen Ausstattung abhängen. „Die Kombination aus der sehr positiven Kundennachfrage und den langfristig geplanten Produktionskapazitäten in unserem Werk in Martorell führt aktuell zu längeren Lieferzeiten“, teilte das Unternehmen der „Automobilwoche“ mit. Das Werk Martorell liegt in der spanischen Region Katalonien.
Die Wartezeit betrifft dem Bericht zufolge vor allem individuell konfigurierte Fahrzeuge. Händler haben zudem vorkonfigurierte Autos aus ihren Kontingenten, die zum Verkaufsstart verfügbar sind. Volkswagen will außerdem die Produktion schrittweise erhöhen. Der ID. Polo startet bei 24.995 Euro. Damit landet Volkswagen in einer Preisklasse, die bei Elektroautos bislang vergleichsweise dünn besetzt war.
Auch Skoda und Cupra melden hohe Nachfrage
Dass nicht allein das VW-Modell gefragt ist, macht die Entwicklung für den Konzern besonders interessant. Auch der Skoda Epiq und der Cupra Raval basieren auf der neuen Kleinwagenarchitektur des Konzerns, ebenso der SUV-Ableger des ID. Polo, der ID. Cross.

Für den Epiq liegen nach Angaben von Skoda bereits mehr als 35.000 Bestellungen vor. Varianten mit großem Akku sind seit Mai ab 32.100 Euro bestellbar. Die günstigere Basisversion soll ab September für 25.900 Euro angeboten werden. Auch beim Cupra Raval berichten Händler von langen Lieferzeiten. Aktuell bestellte Fahrzeuge könnten demnach teilweise erst im Mai oder Juni 2027 ausgeliefert werden. Die noch nicht bestellbare Basisversion soll 25.950 Euro kosten.














