Herzstillstand am Flughafen
Flugverspätung rettet Vater das Leben
Aktualisiert am 05.08.2026 – 08:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 33-jähriger Familienvater bricht am Flughafen Birmingham zusammen. Dass er überlebt, verdankt er einem Sanitäter, der eigentlich nur in den Urlaub wollte.
Der Familienvater Richard Chambers hat am Flughafen Birmingham in Großbritannien einen Herzstillstand erlitten und überlebt. Der 33-Jährige aus dem britischen Leicestershire brach am 29. Juli in der Wartehalle zusammen, kurz bevor er mit seiner Frau und drei Kindern in den Urlaub fliegen wollte.
Dass er noch lebt, verdankt er einem Sanitäter, der zufällig zur gleichen Zeit auf seinen Abflug wartete, wie mehrere Lokalmedien berichten. Der Flug der Familie nach Antalya in der Türkei hatte sich an jenem Tag verzögert. Genau diese Verspätung sorgte dafür, dass der dienstfreie Sanitäter zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.
„Er konnte nicht atmen“
Chambers Ehefrau schilderte dem Portal „Birmingham Mail“ den Moment, in dem er vor ihr und den drei Kindern Lucas (10 Jahre alt), Riley (5) und der zehn Monate alten Amelia zusammenbrach: „Ich drehte mich um und er fiel zu Boden. Ich erinnere mich, dass ich dachte: ‚Halt einfach seinen Kopf‘. Also hielt ich seinen Kopf, damit er nicht aufschlägt.“
Kurz darauf habe sich Chambers Zustand schnell verschlechtert. Seine Frau beschrieb gegenüber „Birmingham Mail“, wie ihr Mann aufhörte zu atmen: „Es klang, als würde er würgen, und dann fing er an, lila zu werden. Ich konnte sehen, dass er keinen Sauerstoff bekam, er konnte nicht atmen. Ich fing an, die Leute anzuschreien, die vorbeigingen. Ein junger Mann wählte den Notruf, und ehe ich mich versah, waren drei oder vier Leute da.“ Ihr Mann habe weiter um Luft gerungen und dann komplett aufgehört zu atmen. Die Kinder hätten geschrien und alles mitangesehen.
Genetische Herzerkrankung diagnostiziert
Unter den Helfern war der Sanitäter, der gerade seinen Flug antreten wollte. Er begann sofort mit der Wiederbelebung. Als die Herzmassage nicht anschlug, setzte der Retter einen Defibrillator ein und konnte Chambers wiederbeleben. Seine Ehefrau sagte später: „Wäre er nicht dort gewesen, das hat sogar das Krankenhaus bestätigt, wäre Richard gestorben.“
Die Mutter suchte nach dem Vorfall auf Facebook nach dem anonymen Lebensretter. „Ich weiß nicht, ob er jemals verstehen wird, wie dankbar wir sind. Unsere Kinder wären am Boden zerstört gewesen, ihren Vater nie wiederzusehen. Danke aus tiefstem Herzen, dass er noch bei uns ist“, schrieb sie in dem Beitrag.
Nachdem Chambers in ein Krankenhaus gebracht worden war, stellten die Ärzte den Medienberichten zufolge fest, dass er an einer erblichen Herzerkrankung leidet, von der die Familie bis dahin nichts gewusst hatte. Chambers hatte seine Schwester im vergangenen Jahr im Alter von 39 Jahren ebenfalls durch einen Herzstillstand verloren.














