„Wo sind die Kritiker jetzt?“
Handball-Bundestrainer übt Kritik an Umgang mit Ex-DFB-Coach
07.10.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Handball-Bundestrainer Alfreð Gíslason spricht über Hansi Flicks schwierige Zeit als Fußball-Bundestrainer. Dabei zieht er einen Vergleich zu seiner eigenen Karriere.
Alfreð Gíslason hat sich kritisch zum Umgang mit Hansi Flick während WM 2022 geäußert. „Ich hatte ab und zu Kontakt zu Hansi Flick, der damals im Fußball wie ich im Handball einen Umbruch mit jungen Spielern hatte. Und ich fand es beschämend, wie mit ihm umgegangen wurde“, sagte Gíslason in einem Interview mit handball-world.news.
Flick habe die harsche Kritik zu Unrecht erfahren, so Gíslason weiter: „Natürlich ist im Fußball alles noch viel krasser. Er wurde völlig zerrissen – und jetzt ist er wahrscheinlich einer der besten Trainer der vergangenen Jahre. Wo sind diese ganzen Kritiker jetzt?“
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Gíslason und Flick haben öfter Kontakt
Schon in einem Interview im vergangenen Sommer mit der „Sport Bild“ hatte Gíslason eine vergleichbare Einschätzung zu Flicks Arbeit abgegeben: „Ich muss sagen, dass ich auch Julian Nagelsmanns Vorgänger Hansi Flick großartig finde.“
Besonders das Vertrauen in junge Talente beim Klub hob Gíslasonpositiv hervor: „Kaum einen Spieler eingekauft, Jugendspieler eingebaut. Großartig!“ Die beiden Trainer stehen laut des Isländers auch im persönlichen Austausch: „Er verfolgt Handball, und wir schreiben uns ab und zu.“
Gíslason ist seit 2020 als Handball-Bundestrainer im Amt und hat seinen Vertrag bis zum Abschluss der Olympischen Spiele 2028 verlängert. In dieser Zeit baute er die Nationalmannschaft mehrfach um und setzte zunehmend auf junge Spieler.
