Block-Prozess Hamburg
„Kompletter Quatsch“: Hafenchef weist Vorwürfe zurück
13.10.2025 – 13:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Jens Meier hat vor dem Landgericht Hamburg Medienberichte dementiert, er habe die israelische Sicherheitsfirma empfohlen, die später die Block-Kinder entführt haben soll.
Hamburgs Hafenchef Jens Meier hat im Prozess um die Entführung der Block-Kinder als Zeuge ausgesagt. Vor dem Landgericht Hamburg wies er Medienberichte über seine angebliche Empfehlung der später an der Entführung beteiligten israelischen Sicherheitsfirma zurück.
Die Berichte darüber seien „kompletter Quatsch“, erklärte der 59-Jährige am 17. Prozesstag. Er habe den Namen dieser Firma zum fraglichen Zeitpunkt nicht gekannt.
Meier leitet die städtische Hamburger Hafenverwaltung HPA und ist Präsident der Welthafenorganisation IAPH. Er kennt den ebenfalls angeklagten Familienanwalt der Blocks seit Jahren. Aufgrund seiner IT-Sicherheitsexpertise gab er dem Anwalt zwei Kontakte für Cybersicherheitsfragen in der Block-Gruppe.
Der Hafenchef stellte klar, dass die Gespräche nie die Rückholung von Personen betrafen. „Es ging rein um eine technische Recherche“, sagte Meier. Auch habe sich der Familienanwalt Informationen über die Familie in Dänemark erhofft, die im Sorgerechtsstreit hilfreich sein könnten.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine israelische Sicherheitsfirma die Rückholaktion durchführte. Christina Block, 52, bestreitet den Vorwurf, den Entführungsauftrag erteilt zu haben. Sie gibt an, die Firma nur zur Überprüfung der Cybersicherheit des Elysée-Hotels engagiert zu haben. Die Firma habe bei der Rückholaktion eigenständig gehandelt. Block und ihr Ex-Mann streiten seit Jahren um das Sorgerecht für ihre Kinder.













