Großeinsatz in der Oberpfalz
Zwei Behördenmitarbeiter tot – Verdächtiger gefasst
Aktualisiert am 09.10.2026 – 03:34 UhrLesedauer: 2 Min.
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In einer Gemeinde in der Oberpfalz fallen Schüsse, zwei Menschen sterben. In der Nacht meldet die Polizei eine Festnahme.
Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Behördenbeschäftigte bei einer Waffenkontrolle in der Oberpfalz hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der 60-Jährige wurde dabei durch Schüsse ins Bein verletzt, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz in der Nacht zum Freitag sagte. „Zum Tatmotiv können derzeit noch keine Angaben gemacht werden“, so die Polizei.
Bei der Kontrolle in der Oberpfalz waren am Donnerstagnachmittag eine 54 Jahre alte Mitarbeiterin und einen 45 Jahre Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt erschossen worden. Die beiden sollten unter anderem kontrollieren, ob der Mann seine Waffen ordnungsgemäß lagert.
Zunächst war am Abend mitgeteilt worden, dass ein Mitarbeiter tödlich verletzt wurde. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums später sagte, sei auch die zunächst noch als schwer verletzt geltende Kollegin ums Leben gekommen. „Wir gehen davon aus, dass sie schon im Zuge der Schüsse unmittelbar gestorben ist.“

Dafür spreche die Auffindesituation der Leiche. Sie wurde inzwischen aus dem Wohnhaus in Berngau (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz), in dem sich der bewaffnete Tatverdächtige weiterhin aufhält, geborgen. Weitere Details zur Identität der Opfer nannte die Polizei vorerst nicht.
Mit weiteren Toten und Verletzten rechnen die Einsatzkräfte derzeit nicht. „Da ist keine weitere Person im unmittelbaren Umfeld von ihm, die gefährdet ist“, sagte der Sprecher. „Wir haben Kontakt zu ihm, der Kontakt findet in beide Richtungen statt.“
Er erläuterte zudem: „Wir versuchen immer die friedliche Lösung herbeizuführen, das findet grundsätzlich mit Kommunikation statt. Die Alternative ist auch allen klar. Aber Ziel ist durchaus, dass man eine gewaltfreie Lösung schafft.“
- Innenstadt abgeriegelt: Polizei erschießt Mann in deutschem Rathaus
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann am Nachmittag bei einer routinemäßigen Überprüfung auf die beiden Beschäftigen des Landratsamtes geschossen haben. Danach verschanzte sich der mutmaßliche Schütze in einem Wohnhaus. Die Polizei umstellte das Gebäude und alarmierte Spezialkräfte.
Es handele sich um eine „akute Gefährdungslage“, sagte eine Polizeisprecherin t-online. Der Bereich sei abgeriegelt. Die Polizei bat Anwohner, „ihre Häuser nicht zu verlassen und dort zu bleiben“. „Bitte meiden Sie den Bereich“, warnten die Beamten.














