November 8, 2026 10:30 p.m. CET

Teil von bundesweiter Aktion

Aktivisten protestieren vor Einkaufszentrum gegen Ikea


08.11.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Pasing-Arcaden (Archivbild): Das Einkaufszentrum gehört der Ikea-Gruppe. (Quelle: Imago/Wolfgang Maria Weber)

Deutschlandweit protestieren Mitglieder von Greenpeace gegen Ikea. Auch vor einem Münchner Einkaufscenter kommt es zu einer Aktion. Was dahintersteckt.

Aktivisten von Greenpeace haben am Samstag vor den Pasing-Arcaden in München gegen die Zerstörung ökologisch wertvoller Wälder protestiert. Das Einkaufszentrum gehört zum Ikea-Konzern und beherbergt ein Planungsstudio des schwedischen Möbelriesen. Die Aktion war Teil eines bundesweiten Protests, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Insgesamt sei es vor 45 Ikea-Standorten zu Aktionen gekommen.

Die etwa fünf Aktivisten präsentierten ein Banner mit der Aufschrift „Ikea raus aus schützenswerten Wäldern“. Daneben war eine überdimensionale Figur im Stil eines Strichmännchens aus Ikeas Montageanleitungen zu sehen, die eine Kettensäge in der Hand hielt. In der Ikea-Filiale in Brunntal stellten Aktivisten zudem kleine Schildchen mit demselben Motiv sowie dem Spruch „Ikea zerstört schützenswerte Wälder“ auf.

Ikea soll Holz aus schützenswerten Wäldern verwenden

Hintergrund der Proteste waren aktuelle Greenpeace-Recherchen aus Schweden und Rumänien. Diese sollen belegen, dass Holz aus alten schwedischen Wäldern in Ikeas Lieferketten gelangt ist. Die sogenannten Kontinuitätswälder konnten sich über Jahrhunderte weitgehend natürlich entwickeln. Sie sind unter anderem wichtige Lebensräume für Rentiere und spielen eine zentrale Rolle für die traditionelle Lebensweise der Sami, der letzten indigenen Bevölkerung Europas.

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Auch in Rumänien dokumentierte Greenpeace nach eigenen Angaben die Zerstörung eines rund 170 Jahre alten Waldes. Das Gebiet sollte künftig unter besonderen Schutz gestellt werden. Noch bevor dieser wirksam wurde, sei der Wald jedoch für einen Ikea-Zulieferer abgeholzt worden.

Marina Gühlke von Greenpeace München kritisierte den Konzern: „Ikea inszeniert sich selbst als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, doch die Realität im Wald sieht anders aus.“ Das Unternehmen müsse dringend seine Lieferketten aufräumen. „Holz aus schützenswerten Wäldern hat bei Ikea nichts verloren.“

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