Said El Mala darf sich ab sofort als echter Nationalspieler fühlen. Der Star des 1. FC Köln hat diese Ehre auch einer wichtigen Veränderung zu verdanken.
Seien wir ehrlich: Als Jürgen Klopp im September erstmals einen Kader für die deutsche Nationalmannschaft berief, glich das 44-Mann-Aufgebot einer Ansammlung an Versuchskaninchen. Der neue Bundestrainer wollte einfach ausprobieren. Und genau dafür war er ja auch gekommen: Um neue Wege einzuschlagen – mit neuem Personal.
Doch so mancher Spieler, der in diesem Riesen-Kader stand, wird womöglich nicht noch einmal eingeladen werden. Es ist ein bisschen wie mit dem „Team 2006“, der zwischenzeitliche Perspektivmannschaft Deutschlands vor der Heim-WM vor 20 Jahren, aus der es kaum ein Spieler langfristig zum DFB schaffte. Oder erinnern Sie sich noch an Benjamin Lense, Timo Wenzel oder Martin Meichelbeck?
El Mala hat sich seinen Platz verdient
Nun ist es über zwei Jahrzehnte später eben Klopp gewesen, der zumindest für eine Nominierung noch einmal eine Probierwerkstatt eröffnete. Dieser gehörte auch Said El Mala vom 1. FC Köln an. Jener Außenstürmer, der schon ein Jahr zuvor von Julian Nagelsmann nominiert, aber nicht eingesetzt worden war. Ein Vorgang, der rückblickend wie eine Blaupause für Nagelsmanns kolossales Scheitern stand.
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So wurde nun mit Spannung erwartet, wen Klopp im November wieder berufen würde. El Mala hatte große Konkurrenz – doch er wurde erneut eingeladen. Und so darf sich der FC-Star endlich wie ein echter Nationalspieler fühlen. Nicht als einer, der nicht eingesetzt wurde. Und auch nicht als einer von 44 Mann. El Mala ist jetzt ein deutscher Nationalspieler in einem normalgroßen Kader. Und er hat sich diesen Platz verdient.
FC-Trainer vergleicht El Mala mit Dembélé und Raphinha
Auch, weil der 20-Jährige eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht hat. Nicht nur vom Talent zum Superstar in Köln, sondern auch vom recht eindimensionalen Außenstürmer mit Tempo und Dribbling zu einem variabel einsetzbaren Angreifer, der auch aus dem Zentrum heraus spielen kann. FC-Trainer René Wagner verglich El Mala nach der Nominierung gar mit Weltstars wie Ousmane Dembélé und Raphinha, welche auch auf den Außen ihre Karrieren begonnen haben und inzwischen umgeschulte Mittelstürmer sind.
Einer, der diese Transformation schon vor langer Zeit erlebt hatte, hat gerade seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft beendet. Freilich wäre es unfair, Said El Mala nun mit Cristiano Ronaldo zu vergleichen. Doch der Kölner vereint Qualitäten, die Klopp längst erkannt hat – und schätzt. Und die ihn für das Spiel des Bundestrainers höchst attraktiv machen.
