Nach 35 Jahren
Kult-Kunstwerk vom Zeughaus entfernt: Hier steht es jetzt
29.10.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Neues Zuhause für den „Goldenen Vogel“ von HA Schult: Für den Winter ist das Kunstwerk bei Ford untergebracht worden. Die Zeit will der Künstler nutzen.
Der „Goldene Vogel“ steht nun bei Ford – für einen vorübergehenden Winterschlaf: Das vergoldete Flügelauto von HA Schult wird derzeit in der G-Halle des Ford-Getriebewerks in Köln restauriert. Das teilte Marcus Bentfeld, Projektkoordinator bei Ford, in dieser Woche mit. Demnach wurde die Skulptur in der vergangenen Woche in die Halle gebracht. Sie soll dort bis zum späteren Transport zum Maritim bleiben.
Zuvor war der Vogel nach der Klärung organisatorischer Fragen außen wie innen gereinigt worden. Der gröbste Schmutz sei entfernt, heißt es. Eine weitere, gründlichere Reinigung, insbesondere der Flügel und Dichtungen, werde vermutlich noch nötig sein, so Bentfeld.

Bei der Restaurierung gehen die Verantwortlichen schrittweise vor: Zunächst werden die „Außenhaut“ und Flügel des Kunstwerks gereinigt, dann geht es an den Unterboden des Fahrzeugs. In der G-Halle lassen sich die Arbeiten witterungsgeschützt und bei angenehmen Temperaturen durchführen.
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„Goldener Vogel“ soll seinen neuen Platz 2027 am Rhein bekommen
Ein Kran hatte die vier Tonnen schwere Skulptur Mitte August vom Dach des ehemaligen Kölnischen Stadtmuseums gehoben. Dort stand sie mehr als 35 Jahre lang auf einem Treppenturm des Zeughauses aus dem 17. Jahrhundert. Nach Angaben der Stadt hatten Untersuchungen ergeben, dass das Gewicht und die durch starke Winde ausgelösten Bewegungen dem historischen Mauerwerk bereits zugesetzt hatten.

Der 87-jährige Künstler hatte versucht, die Abnahme per Eilantrag gerichtlich zu stoppen, jedoch ohne Erfolg. Als neuer Standort ist das Dach des Maritim-Hotels am Heumarkt vorgesehen. Dort soll der „Goldene Vogel“ im ersten Quartal des kommenden Jahres stehen.
Der vergoldete Ford Fiesta mit Flügeln wurde 1989 erstmals öffentlich präsentiert. 1991 bekam er seinen bisherigen Platz unweit des Doms und wurde dort zu einem beliebten Fotomotiv.













