Erhöhte Unfallgefahr
Zeitumstellung: Für Autofahrer wird es jetzt gefährlich
Aktualisiert am 24.10.2026 – 09:03 UhrLesedauer: 3 Min.
Wenn die Uhr von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird, folgen für Wildtiere und Autofahrer gefährliche Tage. Das sollten Sie in den kommenden Wochen beachten.
Nach der Umstellung auf Winterzeit (in der Nacht zum 25. Oktober 2026) steigt für einige Zeit das Risiko für Wildunfälle. „Wildtiere kennen keine Winterzeit“, warnt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband (DJV). „Sie sind immer in der Dämmerung auf Nahrungssuche und queren dabei Straßen.“
Durch die Zeitumstellung fällt der Berufsverkehr von einem Tag auf den anderen wieder in die Dunkelheit oder die Dämmerung – also genau in die Rushhour von Wildtieren. Rehe, Füchse, Feldhasen und andere Tiere sind in der Morgendämmerung (insbesondere zwischen 7 und 9 Uhr) auf Futtersuche und kreuzen dabei auch die Verkehrswege der Menschen. Damit begeben sie sich in tödliche Gefahr – und auch für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer kann das zu brenzligen Situationen führen.
Aber auch in der Abenddämmerung ist mit Wildwechsel zu rechnen. Die abendlichen Schwerpunktzeiten für Unfälle mit Damwild im Oktober und November liegen zwischen 18 und 21 Uhr. Rund jeder zweite Unfall passiert laut DJV-Daten mit Rehen.

Laut den Zahlen des DJV-Tierfund-Katasters sind in fast jeden zweiten Wildunfall Rehe verwickelt (48 Prozent). Fuchse, Dachse, Marderhunde und Waschbären machen zusammen 14 Prozent der Unfälle aus – bei rund jedem zehnten (11 Prozent) sind Hasen und Kaninchen betroffen.
Augen auf und runter vom Gas
Wie sollten Sie sich als Autofahrer jetzt verhalten? Drei Punkte sollten Sie vor allem an Strecken beachten, die an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern verlaufen:
- vorausschauend fahren
- den Straßenrand im Blick behalten
- den Fuß vom Gas nehmen und maximal aufmerksam bleiben
Schon allein Tempo 80 statt 100 verkürzt den Bremsweg um etwa 24 Meter. Das kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.
Da Tiere ihre gewohnten Routen nicht ändern, ist es besonders auf neu angelegten Straßen durch ländliche Bereiche gefährlich. An besonders unfallträchtigen Abschnitten steht oft das Schild „Achtung Wildwechsel“. Taucht ein Wildtier in Sichtweite auf: hupen, abblenden und bremsen. Das kann einen Zusammenstoß verhindern.

Fernlicht sollten Sie bei Dunkelheit immer dann einschalten, wenn der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Erkennen Sie helle Punkte im Seitenbereich oder direkt auf der Fahrbahn, sofort abblenden – es könnten Tieraugen sein. So verhindern Sie, dass die Tiere in Richtung der Scheinwerfer laufen oder auf der Straße stehenbleiben.
Im Ernstfall sollten Sie eine Vollbremsung machen, aber weichen Sie nicht aus: Das kann im Gegenverkehr oder an einem Baum schlimmstenfalls tödlich enden. Achten Sie auch auf Nachzügler, meist kommt nicht nur ein Tier allein auf die Straße.














