Halloween am Waldrand
Frankfurterin verwandelt ihre Villa jedes Jahr in ein Gruselhaus
18.10.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Kopfloser Reiter, Skelette in der Wanne, nebelumhüllter Teich: Eine Frau aus Frankfurt öffnet ihr Haus zu Halloween für alle Besucher – kostenlos.
Rot gewandete Wächter, ohne Gesicht und Körper, vollziehen an einem nebelumhüllten Teich ein Ritual. In der Villa ziehen animierte Geisterfußspuren über den Boden, im Badezimmer ragen Skelette aus der Wanne: Rocio Reisgies aus Frankfurt dekoriert ihr Haus am Waldrand seit einigen Jahren zu Halloween und lädt Besucher zu kostenlosen Führungen ein. Die 58-Jährige verwandelt die alte Villa dabei in eine Kulisse aus Skeletten, animierten Geisterfußspuren und nebelumhüllten Ritualen.
Angefangen habe es mit kleinen Spinnen, sagt Reisgies. Mit der Zeit wurde es mehr. Passanten blieben vor dem Zaun stehen, fotografierten die Dekoration und fragten, ob es im Haus noch mehr zu sehen gebe. Das habe sie stolz gemacht. „Ich habe diese Menschen, die gefragt haben, einfach hereingelassen und auch im Haus gezeigt, was ich gemacht habe“, sagt sie. Ihr Mann habe zunächst gezögert: „Das sind fremde Leute, du kannst doch nicht fremde Leute ins Haus lassen!“ So entstand die Idee der Hausführung.

Kein typisches Schock-Halloween
Die Erfahrungen seien bisher durchweg positiv gewesen. „Wir haben bisher keine schlechte Erfahrung gemacht. Alle Leute waren total respektvoll, sie haben nichts angefasst oder kaputt gemacht oder sich danebenbenommen. Kein einziger Mensch. Das ist wirklich super“, sagt die Frankfurterin. Das Angebot richte sich an alle: „Man erreicht jedes Publikum“, sagt Reisgies. Die Führung sei „für Jung, für Alt, für Leute mit Beeinträchtigung, ohne, mit Geld, ohne Geld“ geeignet.
In diesem Jahr stehe kein typisches Schock-Halloween im Vordergrund. Das Motto laute „Magisches Halloween – in der alten Villa am Waldrand“. Die Atmosphäre sei „mystisch, geheimnisvoll und eher ruhig“, erklärt Reisgies. Dazu erklingt auf dem gesamten Grundstück ein düsterer keltisch-gregorianischer Chorgesang.

Sozialarbeiterin in der ambulanten Hilfe
Reisgies arbeitet als Sozialarbeiterin in der ambulanten Jugendhilfe. Die Vorbereitungen seien für sie „ein Ventil“ zu ihrer Arbeit. Ein Konzept zu entwickeln und ein Motto zu planen, sei kreative Arbeit, bei der sie sich „austoben“ könne. Vieles bastelt sie selbst. Die Vorbereitungen beginnen bereits im Februar.













