August 13, 2026 7:54 a.m. CEST

Femizid im Kreis Steinfurt

Frau tödlich verletzt – zwei Festnahmen


13.08.2026 – 02:33 UhrLesedauer: 2 Min.

In Rheine in Niedersachsen ist eine Frau getötet worden. Die Polizei verhört zwei Personen. (Symbolbild) (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Eine Frau wird in Niedersachsen getötet. Ihr Ehemann soll festgenommen worden sein.

Eine Frau ist bei einer Auseinandersetzung in Rheine (Kreis Steinfurt) in Niedersachsen offenbar Opfer eines Femizids geworden. Eine Polizeisprecherin sprach von einer „Beziehungstat“, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen seien aktuell auf einer Polizeiwache. Es müsse geklärt werden, ob diese im Zusammenhang mit der Tat stünden. Laut „Bild“-Zeitung handelt es sich bei einer Person um ihren Ehemann.

Weitere Angaben zu der Tat, Tatwaffe und Verletzungen wollte die Sprecherin zunächst nicht machen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es sich um Wunden durch mehrere Messerstiche handeln. Die Frau soll laut Bericht am frühen Abend die Leitstelle angerufen und von einer Bedrohung gesprochen haben. Sie habe beim Eintreffen der Polizei blutüberströmt auf der Straße gelegen, so die Zeitung. Die Verletzungen seien so schwer gewesen, dass sie noch am Tatort verstarb.

Einsatzkräfte hatten auf dem Gehweg eines Wohngebietes am Mittwochabend große Sichtschutzwände aufgebaut, wie auf Fotos zu sehen war. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Mesum, der etwas außerhalb von Rheine liegt.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere ähnliche Femizide geben. In einem Stuttgarter Einkaufszentrum soll ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin mit einem Messer angegriffen haben. Anschließend setzte er sie in Brand. Die 47-Jährige überlebte schwer verletzt. In Kelkheim in Hessen tötete ein 60-jähriger Mann seine Ehefrau auf offener Straße – mit einer Machete. Mitte Juni soll ein 40-jähriger Mann im pfälzischen Linden seine von ihm getrennt lebende Ehefrau auf einem Kinderspielplatz mit einem Messer ermordet haben. Drei ihrer vier gemeinsamen Kinder wurden Zeugen der Tat.

Aktie.
Die mobile Version verlassen