August 12, 2026 10:59 p.m. CEST

Behörden schließen Hütten

Lebensgefahr auf Alpen-Route


12.08.2026 – 13:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Schutzhütte Tete Rousse am Mont Blanc (Archivbild): Die Hitzewellen haben dem Berg zugesetzt. (Quelle: xTaras26678x via imago-images.de/imago)

Die Hitze macht den Alpen zunehmend zu schaffen. Eine Gemeinde am Mont Blanc reagiert mit einem drastischen Schritt.

Am Mont Blanc, dem höchsten Berg der Alpen, sind mehrere beliebte Berghütten mit sofortiger Wirkung geschlossen worden. Auch bereits geplante Mont-Blanc-Besteigungen durch Bergführer seien abgesagt worden, teilte die französische Gemeinde Saint-Gervais-les-Bains mit. Konkret geht es um die Tête-Rousse- und die Goûter-Hütte.

Als Grund gibt die Gemeinde die Hitzewellen der vergangenen Wochen an. Diese hätten bereits „zu erheblichen Felsstürzen“ geführt, die „tödlich“ enden könnten. Der Zugang zum Mont Blanc über das Goûter-Tal sei „zu einer echten Falle“ geworden. „Die Natur und der Berg selbst geben die Regeln vor, und jeder Bergsteiger muss Demut zeigen.“

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Alpen-Wanderer in großer Gefahr: Berge werden instabil

In sozialen Medien verbreiteten sich unterdessen Videos von massiven Steinschlägen. Zu sehen ist, wie mehrere Wanderer beinahe von den Gesteinsbrocken getroffen werden. Das Fachportal „Alpin.de“ schrieb dazu auf Instagram: „Wer trotz der kursierenden Warnungen derzeit noch auf der Route unterwegs ist, braucht vor allem eins: eine riesige Portion Glück.“

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Laut „Alpin.de“ lag die Nullgradgrenze am Dienstag bei rund 4.300 Metern und damit nur etwa 500 Höhenmeter unterhalb des Gipfels auf 4807 Metern. Die steigenden Temperaturen lockerten Felsverbände und Gletscher verlören ihre schützende Schneedecke.

Hüttenwirte in den Alpen lassen Hubschrauber kommen

Auch in den deutschen Alpen hatten die außergewöhnlich hohen Temperaturen und insbesondere die Trockenheit bereits Folgen für die Hüttenwirte: Mehreren Hütten ging zuletzt regelrecht das Trinkwasser aus. Hüttenwirt Stephan Jobke von der Rieder-Hütte am Feuerkogel in Österreich sagte t-online: „Die Lage ist sehr kritisch.“ Auf seiner Hütte werde das Wasser rationiert. Trinkwasser werde nur noch in 1,5-Liter-Plastikflaschen ausgegeben, die zuvor per Hubschrauber auf den Berg gebracht würden, so Jobke.

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„Das ist eine riesige Herausforderung, denn es wird nicht mehr besser werden, und wir merken schon jetzt die Folgen des Klimawandels. Wir müssen uns in den kommenden Jahren darauf einstellen und uns an die neuen Begebenheiten anpassen“, betonte der Hüttenwirt.

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