„Schlimmste Fehler“
Frau gesteht tödlichen Messerangriff auf ihren Ex-Partner
18.08.2026 – 13:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine 42-Jährige gesteht vor dem Landgericht Hamburg, ihren Ex-Partner erstochen zu haben. Ein anderes Verbrechen bestreitet sie jedoch.
Eine wegen Mordes angeklagte Frau hat vor dem Landgericht Hamburg gestanden, ihren früheren Partner mit einem Messer tödlich verletzt zu haben. Die Tat sei der „schlimmste Fehler“ ihres Lebens, ließ die 42-Jährige zum Prozessauftakt über ihre Verteidiger erklären. Sie sei bis heute entsetzt über ihr eigenes Handeln und schäme sich zutiefst.
Dass sie den 35-Jährigen aus Habgier getötet und beraubt habe, bestritt die Angeklagte. Weder Geld noch Eifersucht seien der Grund gewesen. Vielmehr habe sie aus „purer Verzweiflung“ gehandelt und sich gefühlt, als sei sie in einem Käfig gefangen. Zugleich räumte sie ein, schon vor der Tat über den Tod ihres Ex-Partners nachgedacht zu haben. Sie habe vermutet, dass er sie belüge und ein Doppelleben führe.
Mann sprang schwer verletzt aus dem Fenster
Die Tat ereignete sich der Anklage zufolge im Februar 2026 in der Wohnung der Frau in Neuallermöhe. Die getrennt lebenden Eheleute sollen zuvor miteinander geschlafen haben. Der Mann habe eine Unterschrift seiner Ex-Partnerin für ein ausländerrechtliches Schreiben benötigt. Diese soll die Frau vom Sex abhängig gemacht haben.
Zudem soll sie versucht haben, dem 35-Jährigen eine orangefarbene Gewürzmischung zu verabreichen, von der sie sich eine giftähnliche Wirkung versprach. Später wurde die Substanz am Körper des Mannes entdeckt. Ob und auf welche Weise er sie tatsächlich zu sich nahm, ist laut Staatsanwaltschaft unklar.
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Anschließend soll die 42-Jährige ein im Bett verstecktes Messer gezogen und dem unbekleideten Mann zweimal in den Hals gestochen haben. Trotz seiner schweren Verletzungen gelang ihm die Flucht aus dem Schlafzimmer. Er sprang aus einem Küchenfenster im ersten Stock und brach wenige Meter vom Wohnhaus entfernt zusammen. Noch am selben Tag starb er im Krankenhaus.
Während der Flucht des Mannes soll die Angeklagte dessen Mobiltelefon, zwei Bankkarten und 30 Euro aus seiner Hose genommen und auf einem Schrank versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr deshalb Mord in Tateinheit mit Raub vor.
Angeklagte berichtet von zerrütteter Beziehung
In ihrer Einlassung schilderte die Frau auch die Vorgeschichte der Tat. Das Paar sei zunächst glücklich gewesen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter hätten die Konflikte jedoch zugenommen. Die Angeklagte habe sich von ihrem viel arbeitenden Partner zunehmend alleingelassen gefühlt.
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