In Berlin-Mitte
Feuer bricht auf Baustelle und an Umspannwerk aus
Aktualisiert am 07.09.2026 – 08:32 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Nacht brennt es an zwei Stellen in Mitte. Die Kriminalpolizei prüft nun, was hinter dem Brand steckt.
An einem Umspannwerk in Berlin-Mitte sind in der Nacht zum Montag zwei Brände ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, wurden Einsatzkräfte gegen 2.40 Uhr in die Bissingzeile in Tiergarten alarmiert.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin vor Ort handelte es sich um zwei getrennte Feuer: eines am Bauzaun einer Baustelle, die zu dem Umspannwerk gehört, und ein weiteres näher am Umspannwerk selbst. Beide Brände hätten das Gelände beschädigt.
Die Feuerwehr löschte fast zweieinhalb Stunden. Erst gegen 5 Uhr morgens sei keine Rauchentwicklung mehr festzustellen gewesen, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Erst um 7.06 Uhr konnten die Kameraden den Einsatz beenden. Das eigentliche Feuer sei zwar relativ schnell gelöscht gewesen, ordnete eine Polizeisprecherin ein. Die Arbeiten hätten sich jedoch hingezogen, weil immer wieder Glutnester aufflammten.
Die Kriminalpolizei ist weiterhin vor Ort und ermittelt zur Brandursache. Gemeinsam mit dem Betreiber prüfen die Beamten, ob eine Straftat oder ein technischer Defekt vorliegt. Die Stromversorgung ist nach Polizeiangaben nicht beeinträchtigt.
Die Stromversorgung sei nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt, so die Polizeisprecherin.
Im Großraum Berlin gab es zuletzt mehrere Brandanschläge
In den vergangenen Monaten gab es mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben.
Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.
Am Dienstagmorgen hatten Unbekannte versucht, in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack in Brandenburg, an der Grenze zu Sachsen, unweit des Kraftwerks Jänschwalde, die Stromversorgung zu stören. Wer hinter dem Angriff steckte, ist noch unklar. Nach Tatverdächtigen wird laut der Polizei weiter gesucht.
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der Brand habe sich in Moabit ereignet. Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, dass der Brand sich im Ortsteil Tiergarten ereignete. Wir haben den Artikel nachträglich korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.















