Investoren gesucht
Bäckerei Maier aus Lupburg meldet Insolvenz an
16.09.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Traditionsbäckerei aus der Oberpfalz kämpft ums Überleben. Alle Filialen der Bäckerei Maier bleiben vorerst geöffnet.
Die Bäckerei Maier GmbH aus Lupburg in der Oberpfalz hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Nürnberg ordnete Anfang September die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte den Rechtsanwalt Patrick Meyerle von der Kanzlei Pluta zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit sechs Fachgeschäften in den Landkreisen Neumarkt und Regensburg kämpft damit um seine wirtschaftliche Zukunft.
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Die Bäckerei Maier gilt als regional verwurzelter Familienbetrieb und wird bereits in fünfter Generation geführt. Zum Unternehmen gehören die Backstube und der Hauptverkauf in Lupburg, ein Café in Parsberg sowie weitere Filialen und Backshops unter anderem in Seubersdorf, Beratzhausen und Hemau. Rund 50 Mitarbeitende sind dort beschäftigt. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb an allen Standorten derzeit ohne Einschränkungen weitergeführt, alle Fachgeschäfte bleiben geöffnet und das Angebot besteht zunächst fort.
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Bäckerei verweist auf gestiegene Kosten
Für die Beschäftigten sichert das Insolvenzgeld kurzfristig die Löhne und Gehälter. Diese seien für drei Monate über eine bereits gesicherte Vorfinanzierung abgedeckt, teilte Meyerle mit. Parallel arbeite sein Team gemeinsam mit der Geschäftsführung daran, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens detailliert zu analysieren und mögliche Sanierungswege auszuloten. Neben Meyerle sind dabei unter anderem ein weiterer Rechtsanwalt und ein Wirtschaftsjurist eingebunden.
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Als wesentliche Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage nennt die Bäckerei deutlich gestiegene Kosten für Energie sowie für Roh- und Betriebsstoffe. Gleichzeitig sind die Umsätze zurückgegangen, weil Verbraucher spürbar zurückhaltender einkaufen. Geschäftsführer Florian Maier betonte, man habe in den vergangenen Monaten versucht, diese Belastungen abzufedern, sei damit aber trotz großer Anstrengungen nicht in ausreichendem Maß erfolgreich gewesen. Deshalb habe sich das Unternehmen zu einem frühen Insolvenzantrag entschlossen, um geordnet nach Lösungen suchen zu können.
Der vorläufige Insolvenzverwalter hat inzwischen einen Investorenprozess angestoßen. Ziel ist es, eine Perspektive für den Betrieb und die Arbeitsplätze zu sichern. Nach seinen Angaben wurden erste Gespräche mit potenziellen Investoren bereits geführt. Der laufende Betrieb soll währenddessen weitergehen – Kunden können wie gewohnt in den Filialen einkaufen, während im Hintergrund nach einer tragfähigen Fortführungslösung für die Bäckerei Maier gesucht wird.















