Autopanne
Kroatien-Urlauber aufgepasst: Expertin warnt vor Betrugsmasche
Aktualisiert am 19.07.2026 – 16:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf dem Weg in den Urlaub ist plötzlich der Autoreifen platt und glücklicherweise ebenso schnell ein Pannenhelfer zur Stelle. Wenn Ihnen das passiert, könnten Betrüger dahinterstecken.
Mit dem Auto in den Süden – für viele ist das der perfekte Sommerurlaub. Doch gerade auf beliebten Reiserouten in die ehemaligen jugoslawischen Länder und an die Adriaküste haben Trickbetrüger jetzt Hochsaison. Eine Reiseexpertin warnt vor einer Masche von Kriminellen, die Autofahrer in der Ferienzeit teuer zu stehen kommen kann.
Bei dem Trick manipulieren Täter das Fahrzeug während eines kurzen Zwischenstopps unbemerkt, erklärt Dagmar Redel, Reiseexpertin des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC. Sie zerstechen oder beschädigen etwa einen Reifen, ohne dass der Fahrer etwas bemerkt.
Nach der Weiterfahrt macht sich der Schaden schließlich bemerkbar. Der Reifen verliert Luft oder platzt. Wenn die Betroffenen anhalten müssen, tauchen vermeintliche Helfer auf und bieten ihre Unterstützung an. Genau in diesem Moment nutzen Komplizen die Ablenkung, um unbemerkt Wertsachen aus dem Fahrzeug zu stehlen.
- Wussten Sie es? Das wohl berühmteste Stück Stoff der Welt ist kroatisch
Warnung aus Kroatien, Serbien und Slowenien
Laut Redel werden solche Fälle aktuell hauptsächlich aus Kroatien entlang der Strecke Zagreb – Rijeka und weiter Richtung Süden nach Zadar gemeldet. Auch der slowenische Autoclub AMZS melde diese Art von Betrug, heißt es. Außerdem habe es Fälle in Serbien gegeben.
„Gerade Touristinnen und Touristen sind durch Sprachbarrieren und Ortsunkenntnis besonders anfällig für Trickbetrug. Solche Fallen können jeden treffen und mitunter teuer werden“, sagt Redel.
Der deutsche Automobilclub ADAC hat zuletzt ebenfalls vor der Pannenmasche gewarnt, allerdings auf den Hauptreiserouten durch Italien, Frankreich und Spanien. Hier heißt es: „Der ADAC warnt vor Betrügern, die sich als Pannenhelfer ausgeben und unmittelbar nach einer Panne auftauchen. Teilweise sollen sie sogar Störsender einsetzen, damit Betroffene den ADAC oder die Polizei nicht erreichen können.“
Um sich zu schützen, empfiehlt ÖAMTC-Expertin Redel, das Fahrzeug nach jedem unbeaufsichtigten Halt kurz zu kontrollieren. Wer unterwegs von Fremden zum Anhalten gedrängt wird oder sich eine Situation verdächtig anfühlt, sollte möglichst im Auto bleiben, die Türen verriegeln und im Zweifel die Polizei verständigen.
Grundsätzlich gilt laut ADAC: Wertgegenstände sollten niemals sichtbar im Fahrzeug liegen. Eine gesunde Portion Misstrauen gegenüber ungefragten Helfern könne im Ernstfall ebenfalls vor einem teuren Schaden bewahren und dafür sorgen, dass der Urlaub nicht schon auf der Anreise ein unangenehmes Ende nimmt.














