Aktuelle Reisewarnung
Diese Urlaubsziele haben ein Mückenproblem
22.10.2026 – 10:19 UhrLesedauer: 2 Min.
In mehreren beliebten Reiseländern steigen die Dengue-Fallzahlen. Das Centrum für Reisemedizin rät Urlaubern zu konkreten Schutzmaßnahmen.
Das Centrum für Reisemedizin (CRM) warnt aktuell vor erhöhten Dengue-Fallzahlen in mehreren beliebten Urlaubsregionen. Betroffen sind Teile Brasiliens, Kuba, die Philippinen sowie Teile Floridas. Das CRM empfiehlt Reisenden, sich frühzeitig medizinisch beraten zu lassen und konsequent auf Mückenschutz zu achten.
Diese Länder sind betroffen
- Brasilien, vor allem die Regionen Goiás, Minas Gerais und São Paulo
- Philippinen, konkret die Provinz Agusan del Sur auf Mindanao
- Teile Floridas, vor allem Hillsborough County
- Kuba
Erste Infektionszeichen nach einigen Tagen
Das Denguefieber wird durch das Dengue-Virus verursacht und von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen, etwa der Asiatischen Tigermücke und der Gelbfiebermücke. Viele Infektionen verlaufen ohne Beschwerden oder bleiben unbemerkt. Zeigen sich Symptome, sind laut CRM hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schmerzen hinter den Augen sowie Hautausschlag typisch.
Erste Anzeichen treten meist vier bis sieben Tage nach der Ansteckung auf, in manchen Fällen auch erst nach zwei Wochen. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen kann die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen. Warnsignale dafür sind Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen und Blutungen der Schleimhäute.
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Mückenschutz ist essenziell
Wer in eine betroffene Region reist, sollte sich dem CRM zufolge vorab reisemedizinisch beraten lassen. Dabei werden individuelle Risiken bewertet, die von Reiseroute, Aufenthaltsdauer und Vorerkrankungen abhängen. Auch eine mögliche Dengue-Impfung lässt sich in diesem Rahmen besprechen. Bisher empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Impfung aber nur nach einer ersten bestätigten Dengue-Infektion. Andere Experten kritisieren diese Empfehlung aber.
Wie finde ich Dengue-Risikoregionen?
Aktuelle Informationen zu Risikogebieten und Dengue-Ausbrüchen weltweit stellt das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) auf seiner Webseite bereit.
Vor Ort schützen körperbedeckende Kleidung in hellen Farben, Mückenschutzmittel auf Haut und Kleidung sowie Fenstergitter und Moskitonetze. Nach der Rückkehr empfiehlt das CRM, sich weitere 14 Tage lang vor Mückenstichen zu schützen, sofern hierzulande noch Mückensaison ist. So lässt sich verhindern, dass lokale Mücken das Virus aufnehmen und weitergeben.
Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM, rät: „Wer während oder nach einer Reise Fieber bekommt, sollte es ärztlich abklären lassen und auf den Auslandsaufenthalt hinweisen.“ Je früher eine Dengue-Infektion erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.














