Nur an einem Tag im Juni
Ungewöhnliche Orte in Bayern: Hier können Paare spontan heiraten
26.05.2026 – 16:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Kein Brautkleid, keine monatelange Planung – und trotzdem Trauung mit Segen. Am 26. Juni macht die evangelische Kirche das in Bayern an mehreren Orten möglich.
Die evangelische Landeskirche beteiligt sich am 26. Juni an der bundesweiten Aktion „#einfachheiraten“ und öffnet dafür in Bayern mehrere Kirchen und ungewöhnliche Orte für spontane Trauungen und Segnungen. Paare können dabei unter anderem im gläsernen Schanzenturm der Skisprungschanze in Oberstdorf oder in der Flughafenkapelle in München heiraten. Deutschlandweit stehen laut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 350 Orte zur Verfügung.
In Oberstdorf im Allgäu empfängt Regionalbischof Thomas Prieto Peral die Paare von 9 Uhr bis 20 Uhr im Schanzenturm. Die Veranstalter werben mit dem „Gipfel der Gefühle mit wunderbarem Blick“. In München lädt die Christophoruskapelle am Flughafen ein: „Alle Paare, die sich trauen oder segnen lassen wollen, sind willkommen“, heißt es in der Ankündigung.

Klosteranlage in Coburg als besondere Hochzeitslocation
In Nürnberg öffnet die Kirche St. Martha in der Innenstadt ihre Türen. Erstmals ist auch die Gebärdensprachliche Kirchengemeinde Nürnberg dabei. Sie ermöglicht Trauungen und Segnungen am Egidienplatz. In Selb im Landkreis Wunsiedel lädt die Stadtkirche St. Andreas ein: „Die Einladung gilt allen Paaren, denn die Liebe ist so vielfältig und regenbogenbunt wie das Leben selbst“, schreiben die Verantwortlichen dort.
Wer es lieber ländlich mag: Die frühere Klosteranlage Mönchröden bei Coburg steht ebenfalls bereit. „Mit oder ohne Gäste, mit oder ohne Planung im Vorfeld, drinnen in der Kirche oder draußen unter Bäumen in der schönen ehemaligen Klosteranlage – gerne auch ganz spontan“, heißt es dort. In Regensburg können Paare im Garten des Gustav-Adolf-Wiener-Hauses heiraten oder alternativ die Dreieinigkeitskirche nutzen.
350 Orte in ganz Bayern machen bei Aktion mit
Wer sich lediglich segnen lassen möchte, etwa zur Verlobung oder zum Ehejubiläum, muss keine Unterlagen mitbringen. Für eine kirchliche Trauung gelten hingegen zwei Voraussetzungen: Mindestens einer der Partner muss evangelisch sein, und das Paar muss bereits standesamtlich geheiratet haben. Die Trauurkunde vom Standesamt ist daher mitzubringen.
Jeder der 350 Feierorte gestaltet einen eigenen Rahmen mit Musik und Dekoration. Pastorin Anne Brisgen vom Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur in Wittenberg sagte laut Mitteilung: „So können Paare spontan vorbeikommen und zugleich einen persönlichen und stimmungsvollen Moment erleben, in dem ihre Liebe unter Gottes Segen gestellt wird. Liebe zu feiern und Segen zu empfangen ist hier ganz einfach.“














